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Lokalsport
Bayers Basketballer wollen in die Jugend-Bundesliga

Basketball. Trotz des ehrgeizigen Ziels soll auch die erste Mannschaft nicht vernachlässigt werden. Die hat arge Personalsorgen.

Der SC Bayer 05 Uerdingen will sich künftig im Basketball auf die Jugendarbeit konzentrieren. In den nächsten zwei bis drei Jahren wollen die Rheinstädter mit einer eigenen Mannschaft in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) vertreten sein. Die Übungsleiter Sebastian Zohren (Trainer der U12 und U14) und John F. Bruhnke (Trainer der U16) sollen die Nachwuchskräfte bereits jetzt an die Qualifikation in zwei Jahren heranführen. "Das ist ein sinnvolles Projekt", sagt Bruhnke. "Es gibt mehr Teilnehmerplätze als in der NBBL." Für die Nachwuchs-Bundesliga hatten sich die Uerdinger vor acht Jahren vergeblich bemüht, nicht einmal zur Qualifikation wurden sie seinerzeit zugelassen.

Gleichzeitig warnt Bruhnke, der auch Trainer der ersten Herren ist, davor, die Erste Herrenmannschaft in der 2. Regionalliga zu vernachlässigen. Die komplette Startformation aus der Vorsaison steht dem Coach nicht mehr zur Verfügung. Die überragenden Aufbauspieler Michael Daniyelyan (USA) und Lukas Kazlauskas (BG Dorsten) haben den Verein verlassen. Mit Marvin Heckel steht der dritte Spielmacher der vergangenen Saison nur eingeschränkt zur Verfügung (siehe Interview). Und auch der Bereich unter dem Korb, wo die Uerdinger Probleme haben, wurde durch die Karriereenden der Bayer-Routiniers Goran Gavric und Sebastian Lougheide zusätzlich geschwächt, nachdem während der abgelaufenen Saison Alex Andreev aus beruflichen Gründen in Uerdingen aufgehört hatte.

Bislang stehen dem gegenüber nur vier Neuzugänge. Als Aufbauspieler kommt Romeo Bakoa von den AstroStars Bochum, und Marcel Engel kehrt nach abgeschlossenem Studium von der DJK Südwest Köln zurück. Engel hatte zuletzt unter Bruhnkes Vorgänger Mladen Drijencic vor sieben Jahren in der Rheinstadt gespielt. Seine zweite Rückkehr erlebt dagegen Benjamin Luzolo (Giants Düsseldorf), der gemeinsam mit dem neuen Power Forward Steffen Methner (ART Düsseldorf) das neue Duo unter dem Korb bilden soll.

Der einst ins Visier genommenen Aufstieg in die Erste Regionalliga wird erst einmal ad acta gelegt, es geht nur noch um den Klassenverbleib in der Zweiten Regionalliga. "Wenn man die JBBL angeht, dann muss man bedenken, dass dort auch die Erstligisten zu finden sind. Und da sollte die Erste Mannschaft mindestens in der 2. Regionalliga spielen, auch als Vorbild für die jungen Spieler", sagt Bruhnke.

(sen)
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