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Lokalsport
Bayers Damen melden für Euro-League

Wasserball. Seit Monaten haben die Uerdinger Wasserballerinnen Geld gesammelt, um in dem Wettbewerb auf europäischer Ebene mitspielen zu können. Jetzt haben sie die notwendige Summe beisammen. Im Dezember startet der Ligabetrieb. Von Frank Langen und Oliver Schaulandt

Die Siegesserie des Damen-Wasserball-Teams des SV Bayer Uerdingen ist beeindruckend. Seit 2011 sind die Uerdingerinnen in der Bundesliga nicht nur Deutscher Meister, sondern auch noch ungeschlagen. Der Deutsche Wasserpokal der Frauen ist seit 2012 im Besitz des Bayer-Teams. Es gibt allerdings mit dem Start im Europapokal noch eine große Herausforderung, der sich die Seidenstadtgirls, wie sich das Team selber nennt, gerne stellen möchte. Jedoch ließ der Etat des Vereins einen internationalen Einsatz bisher nicht zu. Gestern nun gab Vereinssprecher André Plegge bekannt: "Die 1.Damenmannschaft des SV Bayer 08 hat es geschafft: Sie wird in der kommenden Saison in der LEN Euro League starten. Trainerin Pia Schledorn konnte nun überglücklich verkünden, dass die notwendigen finanziellen Mittel beigebracht wurden und das Team somit in der kommenden Saison in der europäischen Königsklasse des Frauenwasserball dabei sein wird."

Die erste Runde des Wettbewerbs ist bisher für Anfang Dezember 2015 geplant. Den genauen Termin wird der europäische Schwimmverband LEN voraussichtlich im August bekannt geben. Dann wird ebenfalls ausgelost werden, wo und auf welche Gegner die Frauen des Uerdinger Werksvereins treffen.

Bereits seit Monaten waren die Wasserballerinnen auf Sponsorensuche für das Unternehmen Europatour. Denn die enorm hohen Kosten zum Beispiel für die Flüge oder die Unterbringung verschlingen eine Menge Geld. "Allein das Startgeld beträgt 4000 Euro. Bei jeder Runde kommen dann nochmals nahezu 10000 Euro an Kosten auf den Verein zu", sagt Vorstandsmitglied Rainer Hoppe. Der erste Gedanke, mit einer Spendenaktion die Teilnahme zu ermöglichen, kam im vergangenen Jahr beim Ball des Sports auf, wo spontan 300 Euro gestiftet wurden. Nach Absprache mit dem Vorstand wurde eigens der "100er-Club" ins Leben gerufen, wo mit 300 Sponsoren à 100 Euro die Teilnahme am europäischen Wettbewerb gestemmt werden sollte. Jetzt haben die Anstrengungen Erfolg gehabt: Europa kann kommen.

Quelle: RP
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