| 00.00 Uhr

Lokalsport
Bundestrainer Marco Sturm erinnert sich gerne an Krefeld

Eishockey. Der Rote Teppich wurde nicht ausgerollt, als Marco Sturm gestern kurz nach 18 Uhr mit ein wenig Verspätung am König-Palast eintraf und vor dem Spiel gegen die Haie für ein Pressegespräch bereit stand. Schließlich gehört der Besuch von Ligaspielen zum Alltag eines Bundestrainers. Allerdings zuletzt nicht im deutschen Eishockey. Denn bis zum Sommer war Florida die Heimat der Familie Sturm. Nach über 1000 Einsätzen in der NHL fühlt sich der gerade 39 Jahre alt gewordene Bayer in Nordamerika heimisch und reiste meist nur vor Turnieren nach Deutschland. Jetzt wohnen die Sturms in Landshut. Daher wird der ehemalige Linksaußen ähnlich wie im Fußball Jogi Löw Woche für Woche in den DEL-Arenen anzutreffen sein, besonders in den kommenden Wochen. Denn Anfang November beginnt für die DEB-Auswahl mit dem Deutschland-Cup die Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele. Dann geht es noch zur WM. Ob er danach Bundestrainer bleibt, wird sich vielleicht nach dem Deutschland-Cup entscheiden: "Es gibt für mich keinen Grund für eine schnelle Entscheidung. Ein Gespräch mit Franz Reindl habe ich bereits geführt."

Als Spieler der Haie war Sturm zum ersten Mal im König-Palast, allerdings konnte er wegen einer Verletzung nicht aufs Eis. Trotzdem erinnert er sich gerne an Krefeld. Denn als Spieler des EV Landshut erzielte er in der Saison 95/96 in einem Punktspiel gegen Krefeld seinen ersten DEL-Treffer. "Das Foto hängt im Landshuter Stadion. Weil ich dort jetzt sehr oft mit meinem Sohn bin, erinnere ich mich daran", sagte er gestern. Mit den Meister-Pinguinen Günter Oswald und Christian Ehrhoff ist er eng befreundet.

Mit Blick auf den Deutschland-Cup nahm Sturm natürlich mehr Spieler von den Haien unter die Lupe. Von den Pinguinen stehen Daniel Pietta und Marcel Müller auf seinem Zettel: "Marcel war zwar lange nicht mehr dabei, hat aber genau wie alle anderen Spieler eine faire Chance." Dazu passte ja gestern prima der frühe Führungstreffer des Torjägers. Auch Daniel Pietta schickte mit seinem frühen Treffer einen Empfehlungsgruß auf die Tribüne. Da nach dem Deutschland-Cup erst kurz vor Olympia Testspiele auf dem Programm stehen, will Sturm die Leistungen seiner Kandidaten in der DEL genau analysieren: "Ich werde fast an jedem Wochenende zwei Spiele besuchen." Am Sonntag schaut er sich das Spiel der DEG gegen Bremerhaven an.

(hgs)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Bundestrainer Marco Sturm erinnert sich gerne an Krefeld


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.