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Lokalsport
Charity Run als generationsübergreifende Laufveranstaltung

Leichtathletik. Wenn der KTSV Preussen Krefeld und der Krefelder Kinderschutzbund kleine und große Krefelder dazu aufrufen, beim Charity Run teilzunehmen, dann gleicht die Wiese des Stadtwaldes in der Nähe des Start- und Zielbereichs nicht nur einer kleinen Zeltstadt, sondern auch einem generationsübergreifendem Familienfest.

Auch bei der 11. Auflage sorgten die rund 950 Teilnehmer am gestrigen Sonntag bei bestem Laufwetter für das entsprechende Ambiente, bei dem neben dem Spaß auch der Wettkampfgedanke im Vordergrund stand. Schon bei den ersten Starts, bei denen die Bambini über eine 400 Meter lange Strecke kräftig angefeuert wurden, kam gute Stimmung auf. "Ich bin heute das erste Mal mitgelaufen und habe mein dreieinhalbjähriges Patenkind Brida begleitet", sagte Birgit Augusta vom Kinderschutzbund, die zusammen mit Jörg Giesen vor elf Jahren die Idee zum Charity Run hatte. Eine Laufpremiere gab es auch für Ruderer Jochen Urban, der sich erstmals zusammen mit Töchterchen Emilie (2) auf den Weg machte. Ehefrau Anne Poleska bevorzugte dagegen als Schirmherrin die fünf Kilometer. "Ich bin ja auch von Anfang an mit dabei", sagte die Ex-Schwimmerin. Die Laufschuhe nicht an hatte dagegen Christoph Lohse, der sich diesmal mehr im Organisationsteam mit einbrachte und auch schon das eine oder andere Lauftalent ausmachte. "Ein bisschen Scouting dürfte ja schon erlaubt sein", sagte der 31-Jährige schmunzelnd. Für eine 20-köpfige Laufgruppe, die sich speziell in zehn Trainingseinheiten für die fünf Kilometer vorbereitet hatte, waren die Zeiten dagegen nebensächlich, denn hier ging es wie auch beim Generationslauf eher darum, im Ziel anzukommen. Lautstarke Anfeuerungen gab es dann wieder beim Firmenlauf, bei dem die Volksbank mit 48 Teilnehmern die größte Gruppe stellte. Richtig sportlich interessant wurde es dann im abschließenden 10 Kilometer Lauf, bei dem neben Magnus Gödiker vom Bunert Runningteam vor allem der Eritreer Tastelem Kahzay (Preussen Krefeld) von Beginn an das Tempo vorgab. Nach der ersten Runde musste Gödiker dann aber passen, denn der Afrikaner lief mit unveränderter Geschwindigkeit weiter und kam am Ende mit knapp einer Minute Vorsprung als Erster an. Kahzay wirkte danach zwar ausgepumpt, aber ebenso zufrieden wie auch Birgit Augusta: "Der Erlös vom Charity Run geht komplett in unsere frühe Hilfe, wo wir junge Familien und deren Neugeborene mit einem Startpaket unterstützen. So bleibt das erlaufene Geld auch in Krefelder Familien."

(F.L.)
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