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Cherfi: "Haben hinten gut gestanden"

Lokalsport: Cherfi: "Haben hinten gut gestanden"
Fischelns Emre Özkaya tankt sich durch zwei Oberhausener Gegenspieler durch, kommt aber nicht zum Abschluss. Der quirlige Mittelfeldspieler rückte nach einer halben Stunde für Alexander Lipinski auf die Zehner-Position und schlug die Ecke, die zur VfR-Führung führte. FOTO: Lothar Strücken
Oberliga. Fußball: Der VfR Fischeln trennt sich von der U23 von Rot-Weiß Oberhausen leistungsgerecht 1:1. Schwachpunkt bleibt die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive. Lüft scheidet verletzt aus. Mittwoch geht es beim SV Hö-Nie weiter. Von Uwe Worringer

Der VfR Fischeln kam dem vorzeitigen Klassenerhalt wieder ein kleines Stückchen näher. Denn im Heimspiel gegen die U23 von Rot-Weiß Oberhausen gab es durch ein gerechtes 1:1 (1:1) zumindest den von Trainer Josef Cherfi angestrebten Punkt. Neun Spiele stehen noch aus, 16 Zähler beträgt jetzt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Ein Abstieg ist theoretisch noch möglich, aber nicht realistisch. Zumal ein anderer Aspekt eine Rolle spielen kann. Denn der MSV Duisburg diskutiert, zukünftig auf seine U23 zu verzichten. Dadurch gäbe es einen sportlichen Absteiger weniger.

Wie ein Absteiger taumelt der VfR allerdings derzeit durch die Rückrunde, denn in acht absolvierten Spielen kamen nur sechs Punkte zusammen. Das ist die zweitschlechteste Ausbeute der Liga. Der Hinrunde sei Dank, dass das Punktekonto trotzdem gut gefüllt ist. Natürlich führt kein Weg daran vorbei, dass Cherfi die zahlreichen Ausfälle nicht kompensieren kann. Bei allem Einsatz, den seine Spieler in der Regel an den Tag legen. Vor allem in der Offensive hat der VfR aktuell nichts zu bieten, da die Alternativen fehlen. Das wurde gestern, abgesehen von einer furiosen Anfangsphase, erneut deutlich.

Den einzigen nennenswerten Torschuss gab Sven Kegel ab, doch RWO-Keeper Thorben Krol war zur Stelle (33.). Die anschließende Ecke führte zur Fischelner Führung, was die Gäste unter Beteiligung von Ömer Uzbay bezeichnenderweise selbst übernahmen (34.). Das 1:0 war aber nur von kurzer Dauer, denn Kevin Enke lenkte einen flach getretenen Freistoß zum 1:1 ebenso über die eigene Linie (37.). Ein überflüssiges Tor, das sich abzeichnete, weil der VfR zu viele Standards für RWO produzierte. Das war das einzige Manko in der Defensive, die ordentlich funktionierte. Was war auch daran messbar war, dass RWO-Topp-Torjäger Philipp Goris kaum zur Geltung kam.

Mangelhaftes Spiel ohne Ball, zahlreiche Fehlpässe und eine schlechte Raumaufteilung kennzeichneten das Spiel der Gastgeber in der zweiten Halbzeit. Auch die personelle Lage konnte keine Entschuldigung sein. Da die Gäste ebenfalls nichts Produktives zu bieten hatten, blieb Vieles Stückwerk und die Begegnung wurde zusehends zerfahrener und unansehnlicher. Die Einwechslung von Kevin Breuer zahlte sich auch nicht aus, denn der lange verletzte Regisseur wollte zu viel und scheiterte auch am Versuch, die Partie alleine entscheiden zu wollen.

Für Cherfi war nur eine Erkenntnis wichtig: "Wir haben hinten gut gestanden und aus dem Spiel nichts zugelassen. Darauf wollen wir in den nächsten Partien aufbauen". Am Mittwoch geht es beim "SV Hö-Nie" um 19.30 Uhr weiter. Kegel, erneut einer der Aktivposten, fällt dann durch seine 5. Gelbe Karte aus. Marcel Lüft schied mit Oberschenkelzerrung aus - der Nächste auf der langen Verletztenliste.

Quelle: RP
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