| 00.00 Uhr

Lokalsport
Cherfi moniert vor dem Gang nach Bocholt die vielen Gegentore

Oberliga. Fußball: Fischelns Trainer fordert ein besseres Defensivverhalten. Nicht nur von der Abwehrkette. Breuer, Reichardt und Özcelik sind wieder im Kader. Von Uwe Worringer

Seit vier Pflichtspielen wartet der VfR Fischeln auf einen Sieg. In der Tabelle finden sich die Krefelder zwar mit ausgeglichener Bilanz auf dem siebten Tabellenplatz wieder, doch die scheinbar komfortable Platzierung ist alles andere als ein Ruhekissen. 20 Punkte hat die Cherfi-Auswahl auf dem Konto. Fünf mehr als der 1. FC Mönchengladbach, der derzeit den ersten Abstiegsplatz belegt. Ein Grund, den sportlichen Notstand auszurufen ist das sicherlich nicht. Aber insbesondere angesichts des jüngsten Auftritts gegen den TV Kalkum-Wittlaer Anlass genug, sich über einen schrumpfenden Vorsprung Gedanken zu machen. Denn wie der Aufsteiger beim 4:2 zu seinem ersten Auswärtssieg kam, war zu einfach und legte schonungslos offen, wo der Schuh in erster Linie drückt. Die Mängel in der Defensivarbeit schienen zwar zwischenzeitlich behoben, waren aber diesmal erneut Hauptursache für die sechste Saisonniederlage. Entsprechend groß war der Ärger bei Fischelns Trainer Josef Cherfi: "Wir kriegen einfach zu viele Gegentore. Da ist aber nicht die Abwehr alleine gefragt. Das fängt schon beim Defensivverhalten der Offensive an." Aber auch insgesamt war Cherfi nicht ganz zufrieden, was die Umsetzung seiner Forderungen an einzelner Spieler und deren Leistung anging: "Keine Frage, die Jungs wollen. Aber es scheint die fehlende Substanz über einen längeren Zeitraum zu sein."

Mit einem defensiv eingestellten Gegner ist morgen nicht zu rechnen. Denn der VfR gastiert ab 14.30 Uhr beim 1. FC Bocholt, der bisher hinter den allgemeinen Erwartung zurück blieb. Die Mannschaft von Trainer Manuel Jara sammelte bisher erst 17 Punkte und dürfte daher alles daran setzen, mit einem Sieg nach Punkten gleichzuziehen. Für Josef Cherfi ist der Gastgeber klarer Favorit: "Ich bin mir auch sicher, dass Bocholt am Saisonende viel weiter oben steht."

Vor der Partie am traditionsreichen "Hünting" kann Cherfi in personeller Hinsicht nicht klagen. Kevin Breuer steht nach seinem Urlaub ebenso wieder zur Verfügung wie Philipp Reichardt, der zuletzt aus familiären Gründen fehlte. Auch Kevin Enke trainierte wieder voll, ebenso wie Keeper Halil Özcelik nach überstandener Grippe. Ein Fragezeichen steht lediglich hinter Emre Özkaya, der gegen Kalkum-Wittlaer nach einem Zweikampf angeschlagen vom Platz musste.

Am Rande: Fußball war bei Fischelns Co-Trainer Stephan Maas in den vergangenen Tagen nur Nebensache: Ehefrau Sandra brachte am Mittwoch Töchterchen Sania zur Welt. Als frisch gebackener Vater will der 34-Jährige die Reise nach Bocholt allerdings mit antreten.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Cherfi moniert vor dem Gang nach Bocholt die vielen Gegentore


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.