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Lokalsport
CRC beim größten Achterrennen der Welt

Krefeld. Rudern: Der Deutsche Meister geht in London auf der Themse von Startplatz elf ins Rennen. Parallel dazu sind die Krefelder Kadersportler um Weltmeisterin Lisa Schmidla bei der Leistungsüberprüfung in Leipzig.

Am Wochenende beginnt für den Männerachter des Crefelder Ruderclubs die Saison 2015 mit dem größten Achterrennen der Welt auf der Londoner Themse. Auf der etwa 6,8 Kilometer langen Strecke zwischen Chiswick Bridge und Putney Bridge müssen sich die Seidenstädter gegen internationale Konkurrenz in Form von 400 Achtern aus Europa und Übersee behaupten. Der Bundesligachampion wird als erstes deutsches Team von Startplatz elf ins Rennen gehen. Trotz einiger personeller Aderlässe und deutlicher Verjüngung des Teams seit der vergangenen Saison sind mit Alexander Thierfelder und Neuzugang Robin Ponte aus Hürth zwei schlagkräftige Athleten im Team, die im Vorjahr noch der deutschen Nationalmannschaft angehörten. "Wir sind diesen Winter nicht so viele Kilometer zusammen gefahren, wie eigentlich geplant, zudem stand die finale Besetzung des Achters erst recht kurzfristig fest. Zwar ist der Achter gute Abschlussbelastungen gerudert, dennoch wird eine Verteidigung des 11. Platzes mehr als schwer werden. hier werden der Kampfgeist und das Quäntchen Glück ausschlaggebend für ein gutes Ergebnis sein", sagt Trainerin Sabine Tschäge.

Während der Achter in London rudert, eröffnen die CRC-Kadersportler ihre Saison in Leipzig, wo sich die besten Ruderer des Deutschen Ruderverbandes treffen. DRV-Chef-Bundestrainer Markus Schwarzrock (Ratzeburg) und U23/19 Bundestrainerin Brigitte Bielig (Dresden) wollen sehen, wie sich die diesjährigen WM-Bewerber über den Winter individuell vorbereitet und entwickelt haben. Dabei geht es am Samstag für alle über die olympische Distanz (2 Km) auf dem Ruderergometer und am Sonntag auf die Langstrecke im Kleinboot über 6 Km, auf dem Elster-Saale- Kanal in Leipzig. CRC-Weltmeisterin Lisa Schmidla, will dabei ihre persönliche Bestzeit auf dem Ruderergometer erneut unterbieten. "Die Vorbelastung am Dienstag ist ganz gut gelaufen, ich bin zuversichtlich, dass ich Samstag meine Leistung bringen kann", sagt sie.

Kristof Wilke will nach der verkorksten Saison im Vorjahr, wo ihn mehrere Kankheitsausfälle gebremst hatten, wieder in die Erfolgsspur zurück. Der Olympiasieger und Schlagmann des Deutschlandachters von 2012 sieht dafür eine gute Ausgangsbasis. "Das Training hat gut geklappt, und auch mit meinem neuen Partner Anton läuft der Zweier ordentlich", erzählt Wilke, der seit dem Winter mit Anton Braun aus Berlin im Zweier ohne Steuermann sitzt. Sara und Miriam Davids gehen in Leipzig im Frauen Zweier ohne Steuerfrau an den Start. In den vergangenen Jahren gehörten die Zwillinge immer zu den deutschen Top 4 Zweiern: "Einen Platz weiter nach vorne würden wir schon gerne fahren", sagt Miriam Davids. Johanna te Neues geht mit Ulrike Törpsch aus Pirna im Frauen Zweier ohne Steuerfrau an den Start. Der neu formierte Zweier sucht noch seine Leistungskonstanz. Auch im Rennen der Frauen Zweier startet Marisa Staelberg, die seit drei Jahren zur Leistungsspitze im U23 Bereich gehört. Zusammen mit Elisaveta Sokolkova aus Lauingen will sie erneut an die Spitze der U23 fahren. Mit am Start ist auch die jüngere Schwester von Johanna te Neues, Henriette, die zusammen mit Anna Brendel aus Minden an den Start geht. Für Henriette te Neues ist es das erste Jahr bei den U23, und sie hofft, sich ins Mittelfeld einreihen zu können.

Für Jonathan Rommelmann ist es Richtung 2015 die erste Standortbestimmung. Bei der Herbstlangstrecke konnte er wegen Krankheit nicht an den Start gehen. Rommelmann gehört seit 2013 zur festen Größe im DRV bei den leichtgewichtigen U23 Männern im Einer, die mit einem Schnittgewicht von 70 Kg an den Start gehen. Rommelmann hat sein Ziel fest vor Augen: "Meine Bestzeit auf dem Ergometer würde ich gerne unterbieten und dann bei der Langstrecke meinen Rhythmus finden."

Ebenfalls als Einzelkämpferin geht U23 Ruderin Michaela Staelberg im Frauen Einer an den Start. Die Vorbereitung lief für sie nicht optimal, mehrere Ausfälle wegen Krankheit brachten immer wieder Unterbrechungen in die Trainingsvorbereitung im Winter . Aber die Studentin der Wirtschaftspsychologie ist ein Wettkampftyp und mit einer kämpferischen Leistung will sie an ihre Leistungsgrenze gehen.

Gleich mit drei Aufsteiger-Zweiern, die aus dem U19 Bereich in den Senioren Bereich gewechselt haben, startet der CRC im Männer Zweier ohne Steuermann. Bei der Herbstlangstrecke konnten sich Laurits Follert und Jacob Schulte-Bockholt in Bestform präsentieren, daran möchten sie gerne in Leipzig anknüpfen. Jakob Gebel, der mit Janek Schirrmacher aus Siegburg an den Start geht, will an das gute Abschneiden aus dem Herbst anschließen. Marc Leske, der mit Rene Stüven aus Herne fährt, will sich in der U23 gut präsentieren.

Am Sonntag starten die Bewerber für den U19 Skull Bereich in Leipzig. Mit dabei sind Simon Straßburg, Konstantin Nowitzki und Jonas Mark, die sich im Bundesweiten Vergleich messen wollen. Für sie ist der erreichte Platz gleichzeitig der Startplatz für die Ranglistenüberprüfung Ende April in Brandenburg.

(LM/ST/oli)
 
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