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Lokalsport
CRC setzt auf "Muttiexpress"

Rudern. In der Ruder-Bundesliga steht auf dem Aasee in Münster der zweite Regattatag an. Von Oliver Schaulandt

Nach dem spektakulärem Auftakt in Frankfurt, der aufgrund eines heftigen Gewitters abgebrochen werden musste, sind die 33 sprintstärksten Vereinsachter der Republik diesmal auf dem Aasee in Münster beim zweiten Wettkampftag der Ruder-Bundesliga unterwegs. Momentan sagen die Wetteraussichten für heute beim einzigen Auftritt der RBL in Nordrhein-Westfalen keine Gewitter voraus, so dass von einem kompletten Renntag mit maximal fünf Rennen über die 350 Meter auszugehen ist. Los geht es mit dem Zeitfahren aller Mannschaften um 11 Uhr. Nach den Achtel-, Viertel- und Halbfinalläufen am Nachmittag werden die Finals zwischen 17:30 Uhr und 19 Uhr ausgefahren. Auch in diesem Jahr werden zu den Finalentscheidungen am frühen Abend wieder mehrere tausend Besucher erwartet - zuletzt in Frankfurt säumten 5000 Besucher die Regattastrecke.

Für die beiden Achter des Crefelder Ruderclubs geht es darum, ihre Spitzenposition auf dem Auftakt zu verteidigen. Das Vorhaben steht allerdings unter keinem guten Stern, denn beide Achter haben mit Verletzungspech zu kämpfen. Richtig schwerwiegend könnte es dabei den Seriensieger der Männer treffen, der seit Gründung der Liga immer den Meistertitel geholt hat. Diesmal droht Schlagmann Lars Henning auszufallen, der Probleme mit dem Rücken hat. "Lars wird erst kurz vor knapp sagen können, ob er ins Boot steigen kann", sagt Trainerin Sabine Tschäge.

Der Ausfall des erfahrenen Ruderers wäre ein ziemlicher Rückschlag für die ambitionierten Krefelder. Zwar gab es im Training mehrere Varianten für den Fall der Fälle, doch eine vergleichbar gute Lösung ohne Henning hat sich nicht hervorgetan. Und bereits der Auftakt hat es in sich, geht es doch im Zeitfahrwettbewerb gleich gegen den Zweitplatzierten Mülheim. Zudem hat die Konkurrenz noch einmal aufgerüstet, der Emscher-Achter hat zwei Mitglieder aus der ehemaligen Deutschland-Achter-Crew in sein Boot geholt.

Etwas entspannter sieht es da bei den Frauen aus, die ebenfalls das Ranking anführen. Zwar wird voraussichtlich Marisa Staelberg ausfallen, doch dafür setzt der CRC dann ganz auf den "Muttiexpress". Für sie rutscht nämlich mit Marlene Sinning ein echter Hochkaräter in den Achter. Die Olympia-Finalistin von London 2012 hat zwar ihre Leitungssport-Karriere beendet, um ihre Babypause zu nehmen, doch ist sie fit genug für den Frauenachter. "Marlene ist sicherlich ein gleichwertiger Ersatz", sagt Tschäge. Gemeinsam mit Melanie Staelberg sind nun also zwei Muttis mit im Boot, die dann auch bei den Pausen im Wechsel auf die Babies aufpassen können - Sinnigs Sohn Pete und Staelbergs Tochter Helena fungieren dann als Maskottchen für die beides Mamas und ihr Team.

Quelle: RP
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