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Der Tennis-Höhepunkt im Stadtwald

Lokalsport: Der Tennis-Höhepunkt im Stadtwald
Gestern Vormittag beobachtete Olaf Merkel auf der Anlage des HTC Blau-Weiß Krefeld das Trainings von Neuzugang Marco Checchinato. Zu diesem Zeitpunkt war der Teamchef noch zuversichtlich, morgen das beste Team aufbieten zu können. Wenig später sagte ihm seine Nummer 1 Paolo Lorenzi ab. FOTO: samla
Bundesliga. Am Sonntag um 11 Uhr ist der Deutsche Meister aus Mönchengladbach Auftaktgegner des HTC Blau-Weiß Krefeld in der Tennis-Bundesliga. Krefelds Nummer Eins, der Italiener Paolo Lorenzi, musste gestern verletzt absagen. Von H.-G. Schoofs

Olaf Merkel kann als Krefelds "Mister Tennis-Bundesliga" eigentlich nichts mehr aus der Fassung bringen. Schließlich kennt er das Geschäft wie seine Westentasche. Gestern Nachmittag war er allerdings fassungslos und enttäuscht zugleich. Denn Paolo Lorenzi rief den Teamchef des Bundesligisten HTC Blau-Weiß Krefeld an und erteilte ihm für das morgige Topspiel gegen den Deutschen Meister Gladbacher HTC eine Absage. "Seine Wade zwickt. Das ist eine alte Verletzung, die ihm wieder zu schaffen macht. Eigentlich wollte er unbedingt für uns spielen. Aber der italienische Mannschaftsarzt hat ihm in London empfohlen, ein paar Tage zu pausieren", sagte Merkel.

Einige Stunden zuvor war der Teamchef auf der Anlage des HTC noch bei bester Laune gewesen, als er dort das Training seines Neuzugangs Marco Checchinato verfolgte. Denn mit dem Italiener, dessen Landsmann Lorenzi und Facundo Bagnis standen bereits drei der vier eingeplanten Spieler fest. "Da arbeitet man fast ein Jahr daran, für den Auftakt das beste Team aufbieten zu können, und dann muss ausgerechnet unsere Nummer 1 wegen einer Verletzung absagen. Das ist schon sehr bitter", sagte Merkel.

Trotzdem können sich die hiesigen Fans morgen ab 11 Uhr auf einen echten Leckerbissen freuen. Gut möglich, dass der Zuschauerrekord an der Hüttenallee von 2015 gebrochen wird. Damals war mit dem TK Kurhaus Aachen ebenfalls der amtierende Titelträger zum Heimdebüt des Stadtwaldteams zu Gast. Alle Eintrittskarten waren vergriffen. 1600 Zuschauer erlebten einen spannenden Tennistag.

Für zusätzliche Brisanz sorgt die Tatsache, dass die Gladbacher nicht nur als Meister anreisen, sondern auch als Niederrheinrivale. "Wer diese Partie gewinnt, der trinkt wohl schon einen ordentlichen Schluck aus der nächsten Meisterpulle", sagte am Donnerstag Henrik Schmidt, Teamchef des Gladbacher HTC. Er verfolgte gestern Nachmittag das Geschehen beim Grand Slam Turnier von Wimbledon genau so mit großem Interesse wie Merkel. Vom Krefelder Aufgebot war Horacio Zeballos noch im Doppel im Einsatz. Der Argentinier mit deutschem Pass, seine Oma wohnt in Köln, traf in der zweiten Runde auf die Paarung Nikola Mektic und Franko Skugor. Letzterer gehört übrigens zum Kader der Gladbacher. Da er mit seinem kroatischen Landmann nach vier Sätzen den Platz als Sieger verließ, steht morgen dem Einsatz von Zeballos für Blau-Weiß wohl nichts mehr im Wege.

Von Kader der Gladbacher erreichte deren Nummer 1 Albert Ramos-Vinolas im Einzel die dritte Runde und spielt erst heute auf Gras. Damit dürfte das Erscheinen des Spaniers im Stadtwald unwahrscheinlich sein. Dagegen ist Phillipp Kohlschreiber in London ausgeschieden und könnte morgen für den GHTC das Spitzeneinzel bestreiten. Allerdings steht hinter dem Einsatz des Deutschen wegen einer leichten Verletzung noch ein keines Fragezeichen.

Noch nicht sicher war gestern Abend, wer neben Zeballos, Checchinato und Bagnis noch für den HTC zum Einsatz kommt. Merkel bemühte sich intensiv, den Belgier Arthur de Greef zu überreden, der gestern beim Challenger-Turnier in Marburg sein Halbfinale gegen den für Kurhaus Aachen in der Bundesliga spielenden Cederic-Marcel Stebe mit 4:6, 4:6 verlor. Auf Abruf stehen Federico Gaio und Pedro Martinez Portero bereit.

Quelle: RP
 
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