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Der VfL Willich liegt im Plan - Schiefbahn braucht ein Wunder

Lokalsport: Der VfL Willich liegt im Plan - Schiefbahn braucht ein Wunder
Höhepunkt der Hinserie war das Lokalduell zwischen Willich (gelb) und Schiefbahn, das der VfL beim SC an der Siedlerallee mit 3:2 gewann. FOTO: wk
Bezirksliga. Halbzeitbilanz: Mit der SG Rommerskirchen-Gilbach steht neben Bayer Dormagen ein Überraschungsteam ganz oben in der Bezirksliga. Von Werner Fuck

4 Selten fiel eine Aussage, wer für die Favoritenbürde in Frage kommt, so schwer, wie vor dieser Spielzeit. "Schweigen im Walde" war eher überall angesagt, und keiner wollte so richtig mit der Sprache bzw. aus der Deckung herausrücken. Natürlich gab es ein halbes Dutzend Kandidaten, aber wer davon eventuell für die beiden Plätze an der Sonne prädestiniert ist, wollte niemand klar beantworten. Die Ex-Landesligisten TSV Bayer Dormagen, SV Uedesheim, SV Mönchengladbach 10 oder TuS Grevenbroich waren ein Thema. Die SG Kaarst auch, aber weniger Rommerskirchen-Gilbach und die Zweite es TSV Meerbusch. Sie alle stehen nach 17 Partien auch oben drin, aber ganz vorne, und das schon mit vier Zählern Vorsprung, thront Dormagen und Rommerskirchen. Das ist dann schon überraschend. Genau wie die Einbrüche, nach bestem Beginn, von Uedesheim, "Lürrip", Kaarst oder Grevenbroich. Gut herausgemacht nach schwachem Start hat sich die Meerbuscher Zweite. Auch Aufsteiger SSV Strümp, eingerahmt von den Zweitvertretungen des 1. FC Mönchengladbach und Kapellen/Erft, hat gut mitgehalten. Ab Rang 11, wenn auch noch mit Sicherheitsabstand ganz nach unten, beginnt im Prinzip schon die Abstiegszone (DJK Neuss-Gnadental). Der VfL Willich rangiert als Zwölfter dahinter und hat, nach durchwachsenem Beginn und einem vielversprechenden Mittelabschnitt gegen Ende der ersten Serie einige Schlappen gegen Mitabstiegskandidaten hinnehmen müssen, was dann aber durch den Erfolg im Stadtderby etwas kaschiert werden konnte. Unter dem Strich ist die Glasmacher-Auswahl aber im Soll, weil die erheblichen personellen Umwälzungen im Sommer schon bewältigt sein wollen. Und das meistens mit eigenen Nachwuchskräften und Zugängen aus unteren Ligen. Hier ist eine Handschrift zu erkennen und es wächst nach und nach etwas zusammen.

Dies kann vom SC Schiefbahn in keiner Weise behauptet werden. Nicht viele konnten schon beim Dienstantritt des neuen Trainers Michael Dürrwald, kürzlich von Martin Stasch abgelöst, den vorsichtigen Optimismus trotz der Abgänge nachvollzeihen. Vor allen Dingen der Weggang von Torjäger Daniel Friesen zum VfB Uerdingen, wo er allerdings bisher vieles schuldig blieb, schlug ins Kontor. Bei neun Punkten schwach auf das rettende Ufer hat Stasch eine Mammut-Ausgabe übernommen. Aber er ist bekannt für Fitness, Struktur und Spielsystem. Wenn denn da alle mitziehen, müssen an der Siedlerallee noch nicht alle Lichter ausgehen. Auf das bisher häufig verwiesene Verletzungspech können übrigens fast alle anderen Teams auch für sich in Anspruch nehmen.

Quelle: RP
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