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Lokalsport
Die Radbolzen spielen nicht mit

Motorsport. Der Anrather Norbert Bermes schied beim Langstreckenrennen vorzeitig aus

"Irgendwann musste auch mal wieder ein Rückschlag kommen. Diesmal war es soweit. Wir mussten nach zwölf Runden wegen kaputter Radbolzen aufhören. Schade, denn es wäre sicher ein weiterer Klassensieg möglich gewesen", sagte Norbert Bermes nach dem vorzeitigen Aus nüchtern fest. Beim achten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring, dem 55. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen, teilte sich Bermes den von Mathol Racing eingesetzten Aston Martin Vantage V8 GT4 nur mit Wolfgang Weber, Hendrik Still war bei einer anderen Rennserie in Italien am Start.

Bei guten äußeren Bedingungen - angenehme Temperaturen und Sonnenschein - zeigte das Duo im Training die erwartet starke Leistung. Die Rundenzeit von 9.07,754 Minuten reichte für Position 54 im 151 Teilnehmer großen Feld. Zudem war dies die überlegene Bestzeit in der Klasse der GT4-Fahrzeuge. Vor dem Start war der Anrather noch optimistisch. "Der Aston Martin war im Training richtig gut. Die Wettervorhersage hörte sich auch gut an, einem guten Rennen stand also nichts im Wege.

" Das Rennen verlief dann zunächst wunschgemäß. Startfahrer Weber übernahm von Beginn an die Führung in der Klasse SP10 und arbeitete sich mit konstant schnellen Rundenzeiten im Feld nach vorn. Beim ersten Stopp und Fahrerwechsel lag der Avia- Aston Martin bereits in der Nähe der Top 30. Doch nur wenige Runden später begann für Bermes das Unheil. "Plötzlich gab es Vibrationen, die dann immer stärker wurden. Aus Sicherheitsgründen habe ich dann einen Boxenstopp eingelegt", erklärte Bermes später.

"Die Mechaniker haben dann festgestallt, dass einige Radbolzen an der Vorder- und Hinterachse abgeschert waren. Wahrscheinlich eine Folge der Feindberührung am Anfang des Rennens." In den ersten Runden war der Aston Martin mit einem Lexus aneinandergeraten und hatte dabei einen Schlag auf die linke Fahrzeugseite erhalten. Nach der Reparatur fuhr das Team noch eine Kontrollrunde und stellte das Auto dann in der Box ab. "Ein Weiterfahren hat keinen Sinn gemacht.

Wir hatten mehr als drei Runden Rückstand. Wir haben den Avia-Aston lieber geschont. Denn wir wollen beim nächsten Rennen Mitte Oktober wieder angreifen und einen weiteren Klassensieg holen", so Bermes.

(JEB)
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