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Die Unbesiegbaren sind wieder am Start

Lokalsport: Die Unbesiegbaren sind wieder am Start
Steuerfrau Denise Krins und ihre acht Männer wollen auch in diesem Jahr das Maß wieder aller Dinge in der Ruder-Bundesliga sein. Seit Gründung der Liga vor sieben Jahren hat das Boot des Crefelder Ruderclubs immer den Titel geholt. FOTO: CRC
Bundesliga. Rudern: Heute Vormittag ertönt in Frankfurt der Startschuss für die achte Saison in der Ruder-Bundesliga. Der Crefelder Ruderclub ist einmal mehr mit dem bislang noch unbesiegten Männer- und dem Frauenachter vertreten. Von Larus Melka und Oliver Schaulandt

Für das Gründungsmitglied und den noch ungeschlagenen Ligachampion des Crefelder Männerachters geht heute ab 10.15 Uhr in die achte Sprintsaison in der Ruder-Bundesliga. Sieben Mal sind die Männer bereits angetreten, und sieben Mal stand am Ende der Titel für den Crefelder Ruderclub auf dessen Papier - klar, dass "die Unbesiegbaren" auch in dieser Saison, die heute in Frankfurt beginnt, wieder zu den Top-Anwärtern auf den Titel gehören. Von Ermüdungs- oder Verschleißerscheinungen kann keine Rede sein, auch wenn dies angesichts der in den vergangenen beiden Saisons eher knapp ausgefallenen Endergebnisse manchmal durchaus vermuten lässt. Die Männer vom Elfrather See wollen jedenfalls wieder direkt von Saisonbeginn an zeigen, wer das Zepter in der deutschen Achter-Königsklasse in der Hand hält.

Hierfür gingen in der Wintersaison einige personelle und konzeptionelle Änderungen vonstatten: Nicht überraschend war die Rückkehr von Dirk Marterer nach seinem einjährigen Intermezzo beim bis dato schärfsten Ligakonkurrenten der letzten drei Jahre; der Frankfurter RG Germania. Der gebürtige Heidelberger kann in Deutschland die meisten Sprintmeistertitel im Achter für sich verbuchen und verfügt über einen ungeheuren Erfahrungsschatz, vor dem selbst der Schlag-Methusalem und langjähriger Weggefährte Lars Henning den Hut zieht.

Eine zusätzliche Verstärkung zeichnet sich mit einem weiteren Rückkehrer - Andreas Baloghy vom Mülheimer Bundesliga-Achter - ab. Bereits von 2009 bis 2013 saß der Schiffbaustudent im Boot der Crefelder. Für Alexander Thierfelder, der seine Bundesliga-Karriere 2015 beendete, rückt nun Moritz te Neues auf den Übernahme-Platz hinter der unveränderten Schlagposition mit Lars Henning. Zwei Seitenwechsel zur personellen Verstärkung der Steuerbordseite komplettieren die Maßnahmen von Trainerin Sabine Tschäge, damit es dieses Jahr direkt von Anfang an richtig losgehen kann.

Der gewohnte frühjährliche Schwerpunkt auf Langstreckenregatten als Universalgrundlage wurde mit Regatten im belgischen Brügge (Brügge Boat Race; 2. Platz) und London (Head of the River Race, 28. Platz) abgeschlossen, wobei letzteres Ergebnis eine mittlere bis schwere Enttäuschung für die Männer vom Elfrather See war. Sie wurde jedoch als Zeichen genommen, noch disziplinierter zu arbeiten und gemeinsame Einheiten im Boot effizienter zu nutzen. Diesbezüglich einigten sich die Seidenstädter, dass nur "schön rudern" nicht ausreicht und auch im Training noch öfter mal über Gebühr hart angepackt werden muss. "Unser Ziel kann , ja muss der Gesamtsieg und die Titelverteidigung lauten", bringt es Mittelschiffruderer und Teamkapitän Michael Naß auf den Punkt. "Wir sind es gewohnt, die Gejagten zu sein, und einfach wird es diese Saison mit sieben absoluten Top-Gegnern erst recht nicht. Daher lautet die Parole zum ersten Renntag: Wir sind nur fünf Plätze vom Abstieg entfernt - so nah wie noch nie", sagt Naß.

Nach einer ersten Standortbestimmung 2016 werden sich hoffentlich die gewohnten Kräfteverhältnisse einspielen - doch aufgrund der in den vergangenen Jahren eher bescheidenen Saisonstarts in Frankfurt wollen die Krefelder denn Ball lieber erst einmal flach halten. "In den letzten Wochen ist der verstärkte Ehrgeiz und der Wille auf dem Wasser und im Kraftraum, an Hantelstangen und auf Ergometern, deutlich zu spüren", erzählt Trainerin Sabine Tschäge - mit allen Vor- und Nachteilen, denn spürbare Fortschritte gingen manchmal auch mit überkochenden Emotionen einher. Doch wer die Männer vom Elfrather See samt Trainerin Sabine Tschäge und Steuerfrau Denise Krins kennt, der weiß: Sobald die Ampel auf Grün springt wird in den Pitbull-Modus geschaltet - und das heißt: beißen, beißen, beißen - und nicht mehr loslassen, damit es auch in 2016 heißt: Deutscher Ligachampion ist der Crefelder Männerachter.

Quelle: RP
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