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Lokalsport
Drittligist HSG Krefeld verteidigt die Tabellenspitze

Dritte Liga. Handball: In der ausverkauften Königshofer Sporthalle hielt der TV Korschenbroich beim 33:28-Sieg lange Zeit gut mit. Von Heinrich Löhr

Mit einem 33:28 (15:16) Sieg gegen den Ortsnachbarn TV Korschenbroich hat die HSG Krefeld die Tabellenführung in der Weststaffel der Dritten Liga verteidigt. Beim zehnten Sieg in Folge bekamen die 600 Zuschauer in der restlos ausverkauften Halle in Königshof zwar kein spielerisches Feuerwerk zu sehen, aber bis auf eine kleine Schwächeperiode Mitte der ersten Hälfte gab sich der Ligenprimus auch keine Blöße. Aus einer guten Krefelder Mannschaft ragten mit Torwart Philipp Ruch, Kreisläufer Marcel Görden und Rückraumspieler David Breuer drei Akteure heraus, die sämtlich lange das Trikot des Gegners getragen hatten.

Bereits eine Stunde vor Spielbeginn bildeten sich am Eingang der Sporthalle des Maria-Sybilla-Merian-Gymnasiums lange Schlangen, setzten sich die 600 Zuschauer bereits früh auf ihre Plätze um eine bestmögliche Sicht auf das Spielgeschehen zu haben. Den ersten Treffer des Abends erzielte Maik Schneider, der in der zweiten Minute zum 1:0 traf. Kurze später erhöhte der gleiche Spieler, dessen Einsatz wegen einer Rückenverletzung auf der Kippe stand, auf 2:0. Doch Korschenbroich schlug zurück. Tom Wolf, Sohn von Adlertrainer Dirk Wolf, traf mit einem schönen Distanzwurf zum 2:2. Fortan aber ließ die HSG doch die eine oder andere Chance leichtfertig ungenutzt und plötzlich führte der Gast aus Korschenbroich mit 6:3. "In dieser Phase haben wir mit unserem kleinen Kader den Krefeldern doch das eine oder andere Problem bereitet", sagte Korschenbroich Ronny Rogawska nach der Partie. HSG-Trainer Mast zog eine Auszeit, doch es dauerte bis zum 11:11, ehe der Rückstand egalisiert war. Stefan Pletz, der nach mehrwöchiger Verletzungspause erstmalig wieder auflief, war erfolgreich. Bis zur Halbzeit vermochte sich kein Team entscheidend abzusetzen. Per Siebenmeterstrafwurf traf Michel Mantsch zur 16:15 Halbzeitführung. Mantsch war mit sechs Toren - gemeinsam mit Justin Müller, der genauso oft traf - Korschenbroichs erfolgreichster Werfer.

Für den Ausgleich sorgte vom Kreis Görden, doch beim Treffer zum 16:16 schleuderte er den Ball mehr, als dass er ihn warf. Sicherlich der spektakulärste Treffer seiner insgesamt sieben Tore, mit denen er zum besten Krefelder Werfer am gestrigen Abend avancierte. Er war sozusagen der Startschuss zu einer aus Krefelder Sicht besseren zweiten Spielhälfte. Ab Spielminute 40 setzte sich die HSG Tor um Tor ab und fuhr einen am Ende doch ungefährdeten Sieg mit fünf Toren Differenz ein. "Irgendwie waren die Begleitumstände dieser Partie für meine Mannschaft doch mehr Last als Lust", bilanzierte HSG-Trainer Mast nach dem Spiel. "Uns war klar, dass wir durch diese Liga nicht spazieren würden, aber eine nicht so gute Partie wie heute musst Du auch erst einmal gewinnen", fügte der erstligaerfahrene Ex-Profi an. Wohl wahr und die HSG hat diese Partie sogar deutlich mit fünf Toren Differenz gewonnen.

HSG: Ruch, Nippes - Wingert, Pletz (5), Breuer (4), Heimansfeld, Hombrink, Schneider (3), Plhak (4/2), Gentges (5), Goerden (7), Kuhfuss (3), Schmitz (1), Pannen (1)

Quelle: RP
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