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Lokalsport
Ein falsches Visum verhindert Fritzmeiers Flug nach Moskau

Krefeld. Eishockey: Der Trainer der Krefeld Pinguine durfte nicht zum WM-Symposium in die russische Hauptstadt reisen. Eine Lösung im "Fall Driendl" ist in Sicht. Von H.-G. Schoofs

Eine böse Überraschung erlebte Franz Fritzmeier, als er am vergangenen Freitag von Düsseldorf aus nach Moskau fliegen wollte, um dort im Rahmen der Eishockey-Weltmeisterschaft an einem dreitägigen Trainer-Symposium teilzunehmen. "Ich wurde in Düsseldorf am Gate gestoppt und darauf hingewiesen, dass mein Visum nicht korrekt ist. Es fehlte ein Stempel", sagte der Coach gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Alle Versuche, doch noch nach Russland fliegen zu können, scheiterten. "Es wurde sogar mit der Einreisebehörde in Moskau telefoniert. Sehr schade, dass ich das Symposium verpasst habe und das Spiel zwischen Lettland und Dänemark nicht live sehen konnte", sagte Fritzmeier. Er habe sich das Spiel zwar zu Hause im Fernsehen angeschaut, aber dabei sei eine Beurteilung von Spielern nicht optimal möglich: "Die Kameras zeigen immer, wo der Puck ist. Auch das Tempo ist im TV nicht genau festzustellen."

Bereits vor zwei Monaten war das Visum bei den Pinguinen eingetroffen, das von der Geschäftsstelle beantragt worden war. "Alles war mit dem Weltverband abgeklärt worden", erklärte der Trainer. Angetan zeigt sich Fritzmeier von den bisherigen Auftritten der deutschen Mannschaft: "Es freut mich, dass auch die Spieler aus der DEL so eine gute Rolle spielen. Insgesamt stimmt die Mischung."

Überrascht zeigte sich Fritzmeier gestern auch von den Meldungen aus Ingolstadt, wonach sich für Jiri Ehrenberger, Sportdirektor des ERC Ingolstadt, der Wechsel von Andreas Driendl zu den Panthern erledigt haben soll. "Ich glaube, Jiri ist falsch verstanden worden. Ich habe mit ihm zu diesem Thema gute Gespräche geführt. Ich bin davon überzeugt, dass es eine geschmeidige Lösung geben wird. Schließlich spielen familiäre Dinge eine wichtige Rolle. Aber grundsätzlich müssen Verträge ihre Gültigkeit behalten. Ein Spieler kann nach einer guten Saison trotz Vertrag nicht sagen, er will zu einem anderen Verein, weil er dort mehr verdienen kann", erklärte der Trainer.

Neben dem intensiven Sommertraining rühren die in Krefeld ansässigen Spieler auch die Werbetrommel für die neue Saison. Pfingstsonntag waren Thomas Supis, Patrick Klein und Christian Kretschmann im Restaurant "Vapiano" zu Gast und übten sich zusammen mit kleinen KEV-Fans als Pizzabäcker. Natürlich ließen sich alle Beteiligten die Eigenprodukte schmecken. Heute werden sich einige Spieler in der Geschäftsstelle an den Schreibtischen setzen und Dauerkartenkunden anrufen, die bisher ihr Ticket für die neue Saison noch nicht bestellt haben.

Quelle: RP
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