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Lokalsport
Europa-Reise der Pinguine soll nicht enden

Chl. Eishockey: Die Krefelder empfangen morgen in der Champions Hockey League die Vienna Capitals zum Rückspiel und hoffen auf tatkräftige Unterstützung ihrer Fans. Gestern trainierten die Schwarz-Gelben wieder fleißig das Überzahlspiel Von H.-G. Schoofs

Geht die Reise der Pinguine durch Europa auch nach der Gruppenphase weiter? Diese Frage wird morgen Abend ab 19.30 Uhr im König-Palast beantwortet, wenn die Krefelder in der Champions Hockey League die Vienna Capitals zum Rückspiel empfangen. Mit einem Sieg in der regulären Spielzeit über den österreichischen Vizemeister ist den Schwarz-Gelben Platz zwei in der Gruppe J nicht mehr zu nehmen. Es ist also für reichlich Spannung und Brisanz gesorgt. Denn neben dem Endspiel-Charakter besitzen Duelle im Sport zwischen Deutschland und Österreich ihren besonderen Reiz. Daher hoffen die Pinguine morgen auch auf gut gefüllte Ränge. Der Vorverkauf läuft jedenfalls besser als vor dem ersten Heimspiel gegen den finnischen Meister Kärpät Oulu.

Nach fünf anstrengenden Tagen mit reichlich Reisestress und den beiden kräfteraubenden Auseinandersetzungen in Oulu und Wien durften sich die Spieler am Montag ausruhen. Gestern früh begann die Vorbereitung auf das Rückspiel gegen die Capitals mit einer Einheit im Kraftraum. Anschließend ging es aufs Eis. Bereits nach zehn Minuten standen Powerplay-Übungen auf dem Programm. Rick Adduono unterbrach das Geschehen recht häufig, korrigierte seine Spieler lautstark und forderte mehr Tempo und Bewegung. Auch dem Trainer ist am vergangenen Samstag das desolate Überzahlspiel seines Teams aufgefallen. An seinen Formationen hielt der Coach gestern fest. Nach dem Training traf sich die Mannschaft zu einem Kabinenfest. Christian Ehrhoff hatte eingeladen. Der NHL-Star konnte sich aber nicht persönlich verabschieden. Er war bereits am Morgen nach Los Angeles geflogen, wo er mit den Kings die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt.

Beim Gegner Vienna Capitals werden seit der 2:3-Niederlage nach Penaltyschießen die Wunden geleckt. Der Stachel der Enttäuschung sitzt bei Verantwortlichen, Mannschaft und Fans ziemlich tief. Nach dem Erreichen des Achtelfinales der Vorsaison droht jetzt das vorzeitige Aus. "Die Pinguine watscheln nach Kagran. Wir werden sie auf die Schaufel nehmen. Das ist eine Frage der Ehre", war vor dem ersten Duell in Wien zu hören gewesen. Dort waren die Krefelder auch schon 1996 im Rahmen eines Trainingslagers zu Gast. Ein Jahr nach der Eröffnung der Albert-Schultz-Eishalle im Eissportzentrums Kagran gewannen sie dort durch Treffer von Hreus, Micheller, Lindberg, Kovalev und Stebnicki mit 5:3. Damals hieß der Gegner noch Wiener SC.

Beim morgigen Duell wird wie schon im Hinspiel sehr viel von den beiden Torhütern abhängen, die jeweils bester Akteur ihrer Mannschaft waren. Tomas Duba bekam für seine tolle Leistung noch nachträglich eine Anerkennung. Bei den Top-5-Saves des Spieltages belegte er für seinen super Reflex mit der Fanghand beim Schuss des Wiener Torjägers Kurtis McLean aus kurzer Distanz Platz eins. Das ist im Internet auf der Homepage der CHL zu sehen.

Auf welchen Gegner die Pinguine im Falle des Weiterkommens treffen werden, deutet sich bereits an. Es geht wahrscheinlich wieder nach Skandinavien. Derzeit führen in elf der 16 Gruppen Teams aus Schweden, Finnland oder Norwegen die Tabelle an. Als mögliche Gegner kommen Davos und Zürich aus der Schweiz sowie Litvinov aus Tschechien in Frage.

Quelle: RP
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