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Ex-MSV-Kicker freut sich auf Budenzauber

Lokalsport: Ex-MSV-Kicker freut sich auf Budenzauber
Michael Korb spielt am 9. Januar beim Budenzauber 2016 für den MSV Duisburg. Der 52-Jährige denkt, dass die Zebras gute Chancen haben, sich für das Masters, das eine Woche später in Berlin ausgetragen wird, zu qualifizieren. FOTO: MSV Duisburg
Fußball. Michael Korb kennt sich als Vater eines aktuellen Profis von Borussia Mönchengladbach in Sachen Atmosphäre aus. Von David Beineke

Michael Korb erinnert sich gerne an die Premiere des Hallenfußballturniers "Budenzauber" im Krefelder Königpalast zurück. "Das war eine ganz tolle Atmosphäre, viele Zuschauer und das Fernsehen waren da. Da ist man auch noch in unserem Alter noch mal so richtig motiviert", sagt der inzwischen 52-Jährige, der mit der Traditionsmannschaft des MSV Duisburg wieder dabei sein wird, wenn sich am 9. Januar zum zweiten Mal die Fußball-Legenden aus Nordrhein-Westfalen treffen, um sich für das Masters nur eine Woche später in Berlin zu qualifizieren.

Und dass Korb die Atmosphäre im Königpalast nachhaltig in Erinnerung geblieben ist, will schon etwas heißen. Denn in jüngster Vergangenheit hat er einige ganz besondere Fußballfeste miterleben dürfen. Schließlich ist er der Vater von Julian Korb, der vor ziemlich genau zwei Jahren als Rechtsverteidiger den Durchbruch beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach schaffte und in der Folge den traumhaften Erfolgsweg mitging, der in der Champions League endete. "Wenn es irgendwie geht, schaue ich mir die Spiele meines Sohnes im Stadion an. Da ist natürlich ein tolles Gefühl und ich bin stolz auf Julian", sagt Korb, für den es allerdings noch eine deutliche Steigerung zum Bundesliga-Alltag gibt. "Regelrecht Gänsehaut bekomme ich, wenn die Champions-League-Hymne ertönt. Das ist dann doch noch mal ein anderes Level." Ein Level, das für Michael Korb in seiner eigenen Karriere zwar immer in unerreichbarer Ferne bleib, dennoch hat er einiges im Fußball erlebt.

Mit 19 Jahren wagte er den Sprung vom TuS Koblenz zum damaligen Zweitligisten MSV Duisburg und machte gleich in seiner Premierensaison 1983/84 16 Spiele und erzielte ein Tor. Für die Mannschaft insgesamt lief es allerdings insgesamt nicht gut, so dass gegen Ende der Saison Trainer Siegfried Melzig durch den Peruaner Luis Zacarias abgelöst wurde. "Und der hat eher auf erfahrene Spieler gesetzt", erinnert sich Korb. Kaum hatte die nächste Spielzeit begonnen, wechselte er in die Oberliga, damals dritthöchste Spielklasse, zunächst zu RW Essen, dann zu SW Essen. 1987 erfolgte dann das Comeback in der 2. Bundesliga beim 1. FC Union Solingen, wo er sich im Mittelfeld zum Stammspieler mauserte. In zwei Spielzeiten absolvierte er 69 Spiele und schoss vier Tore. Dennoch stiegen die Solinger als Tabellenletzer ab, und Korb kehrte zu SW Essen zurück. Dort beendete er acht Jahre später seine Karriere, nachdem er sich die Kniescheine gebrochen hatte. "Das Talent hatte ich schon, um mehr zu erreichen. Aber ich hatte zu viel Unsinn im Kopf und war nicht professionell genug", weiß Korb zu berichten. Umso mehr freut es ihn, dass sein Sohn da ganz anders veranlagt ist. Nachdem er mit 15 Jahren zu Borussia ins Nachwuchs-Internat gekommen war, fokussierte er sich voll auf den Fußball. "Es ist vom Charakter her anders als ich. Heute werden die Talente aber auch ganz anders an die Hand genommen als zu meiner Zeit. Außerdem konnte ich ihm aus meinen Erfahrungen auch einige Tipps mit auf den Weg geben", betont Michael Korb.

Wenn es sein Job in einem Mülheimer Autohaus irgendwie zulässt, schnürt der 52-Jährige immer noch gerne die Fußballschuhe für die Traditionsmannschaft des MSV. Dass die ehemaligen Zebras häufig für einen guten Zweck unterwegs sind, ist für ihn eine willkommene Abwechslung. Doch auch der sportliche Ehrgeiz ist noch vorhanden. Korb ist jedenfalls überzeugt, dass der MSV eine gute Chance hat, im Königpalast zu gewinnen. "Wenn wir in unsere Bestbesetzung antreten, ist was drin", betont Korb.

Quelle: RP
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