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Fischeln kann dem Derby gelassen entgegen sehen

Lokalsport: Fischeln kann dem Derby gelassen entgegen sehen
Fischelns Burak Akarca: Hochzeit statt Derby. FOTO: Lammertz
Oberliga. Fußball: Der VfR ist heute um 18 Uhr beim TSV Meerbusch zu Gast. Mit einem Sieg kann die Cherfi-Elf vorbeiziehen. Von Uwe Worringer

Wenn beim VfR Fischeln vom TSV Meerbusch die Rede ist, hört man von vielen Seiten das Wort "Lieblingsgegner". Kein Wunder, denn gegen kaum einen anderen Gegner dürfte die Bilanz der vergangenen Jahre besser sein. Schon zu Landesliga-Zeiten hatten die Grün-Weißen in diesem Derby meist die Nase vorne. Makellos ist die Bilanz in den beiden letzten gemeinsamen Oberliga-Spielzeiten. In der Saison 2012/13 setzten sich die Grün-Weißen mit 3:1 und 3:2 durch, in der letzten Saison mit 3:0 und 4:3.

Heute geht es in die nächste Runde. An der Nierster Straße in Lank treffen beide Kontrahenten um 18 Uhr wieder aufeinander. Mehr denn je dürfte es ums Prestige gehen. Denn beide Mannschaften trennen derzeit nur zwei Punkte. Mit einem Sieg könnte der einen Platz schlechter postierte VfR (6. Platz/24 Punkte) am TSV (5. Platz/26 Punkte) vorbeiziehen. Dass der TSV seiner Mannschaft offensichtlich liegt, stimmt Josef Cherfi durchaus zu. Fischelns Trainer spricht allerdings nur von guten Voraussetzungen und hofft auf den nächsten Erfolg: "Dass wir in der Vergangenheit alles für uns entschieden haben, ist sicher ein gute Ausgangslage. Und es ist charmant, an Meerbusch vorbeiziehen zu können. Ich glaube, es wird auf jeden Fall wieder eine interessante Partie, auf die ich mich sehr freue."

Nach dem Sieg über den MSV Duisburg kann der VfR der Begegnung auch gelassener entgegen sehen. Der große Druck, gewinnen zu müssen, ist gewichen. Der Vorsprung auf die Abstiegszone, die zwischenzeitlich bedenklich schrumpfte, ist auf acht Punkte gewachsen. Sollten aus dem Derby und dem abschließenden Auswärtsspiel in Ratingen noch zwei bis drei Punkte heraus springen, ginge auch Cherfis Rechnung auf: "Dann hätten wir bis zur Winterpause im Schnitt 1,5 Punkte pro Spiel geholt. Das wäre sehr ordentlich. Und dann wären wir absolut im Soll, auch wenn die Hinrunde nicht so berauschend war, wir sie begonnen hat." Der letzte Sieg der Gastgeber, die einige Zeit sogar ganz vorne mitmischten, liegt dagegen schon ein paar Wochen zurück. Aus den jüngsten vier Begegnungen sprang nur ein Unentschieden heraus. Entsprechend groß dürfte der Druck beim Gastgeber sein - zumal es sich um ein Heimspiel handelt.

Personell sind die Vorzeichen bei den Gästen gut. Nur Burak Akarca fällt aus gutem Grund aus. Der 24-Jährige heiratet heute. Wer dafür in die Innenverteidigung rückt, ließ Cherfi offen. Damian Raczka wäre ein Kandidat, der allerdings aufgrund einer Erkältung zuletzt nicht trainierte. Eine weitere Alternative ist Görkem Kilic, der nach leichter Zerrung das Training wieder aufnahm. Interessant wird sein, ob Cherfi erneut mit David Machnik und Christos Pappas die "Doppelsechs" besetzt oder eine etwas defensivere Variante wählt.

Quelle: RP
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