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Fischeln läuft eigenem Anspruch weiter hinterher

Lokalsport: Fischeln läuft eigenem Anspruch weiter hinterher
Die Miene sagt alles: Trainer Josef Cherfi war alles andere als zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. FOTO: Lammertz
Oberliga. Fußball: VfR kassierte beim 1:2 gegen TuRU Düsseldorf die vierte Niederlage in Folge und bleibt im Tabellenkeller. Von Uwe Worringer

Der Bann war gebrochen, als Philip Reichardt der erste Heimtreffer des VfR Fischeln in dieser Saison gelang. Doch das war auch nahezu das einzig Positive, was den Krefeldern gestern im Heimspiel gegen TuRU Düsseldorf zuzuschreiben war. Am Ende stand beim verdienten 1:2 (0:1) die vierte Pleite in Folge zu Buche, so dass die Cherfi-Auswahl, die von den fußballerischen Qualitäten den vergangenen Jahre meilenweit entfernt ist, weiterhin im Tabellenkeller steckt.

Ob es bald die dringend notwendige Wende gibt, scheint fraglich. Dazu gibt es derzeit einfach zu viele Stellschrauben, an denen zu drehen ist. Die Defensive verliert situativ zu schnell ihre Ordnung, aus dem Mittelfeld gibt es kaum Impulse, und der Angriff war weitestgehend damit beschäftigt, die Ursache dafür, dass es nicht lief, im direkten Umfeld zu suchen. Dafür, dass Kapitän Kevin Breuer urlaubsbedingt fehlte, kann man Verständnis haben. Aber es passt ins derzeitige Bild, dass sich seit der unzureichenden Vorbereitung bietet. Dazu passt auch, dass nach der Demission von Halil Özcelik in Sachen Torhüter keine Ruhe einkehrt. Hendrik Sauter stand noch nicht ganz fit zwischen den Pfosten und musste nach einem Tritt in die lädierte Wade wieder vorzeitig unter die Dusche. Für ihn kam Ersatzmann Leon Buschen, der ebenfalls leicht angeschlagen in die Partie ging.

Zwei dicke Chancen durch Dustin Orlean (11.) und Quin Kruijsen (32.) ließen die Hausherren im ersten Abschnitt liegen. TuRU war diesbezüglich effektiver. Nach einem Lupfer über die Abwehr überlistete Jonas Schneider den heraus eilenden Sauter mit einem Heber (31.). Dass Youngster Philipp Baum beim Rettungsversuch neben den Ball trat, verwunderte auch nicht mehr. Nach der Führung witterten die Gäste angesichts der einsetzenden Fischelner Verunsicherung eine schnelle Vorentscheidung, doch es blieb beim knappen 0:1.

Wer dachte, der VfR würde nach der Pause alles daran setzen, den Rückstand wett zu machen, sah sich getäuscht. Dazu boten die Grün-Weißen einfach zu wenig. Von ihnen kam kaum etwas Zwingendes, und TuRU steuerte einem sicheren Sieg entgegen, versäumte es aber, höher zu gewinnen. Reichardts Ausgleich (68.) war nur eine Momentaufnahme, denn Adnan Hotic schlug drei Minuten später mit einem sehenswerten Kopfballtreffer zurück (71.).

VfR-Trainer Josef Cherfi fand deutliche Worte: "Das hatte wenig mit Fußball im oberen Bereich der Oberliga zu tun. Anspruch und Wirklichkeit liegen zu weit auseinander. Der eine oder andere Spieler muss sich deshalb mal hinterfragen. Aber wir werden auf die aktuelle Situation sicherlich reagieren."

Fischeln: Sauter (46. Buschen) - Linser, Pappas, Akarca, Baum (46. Machnik) - Kruijsen, Reichardt - Ergin (68. Özkaya), Orlean, Norf - Oehlers.

Quelle: RP
 
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