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Fischeln will Oberliga-Dauergast werden

Lokalsport: Fischeln will Oberliga-Dauergast werden
Josef Cherfi ist seit 2011 Trainer beim VfR Fischeln. Er führte den Club zurück in die Oberliga und fuhr in der vergangenen Saison als Achter der Abschlusstabelle den bislang größten Erfolg in der Vereinsgeschichte ein. FOTO: Thomas Lammertz
Fußball. Fußball: Mit bescheidenen Zielen geht der VfR Fischeln in die neue Spielzeit der Fußball-Oberliga. "Wir wollen so schnell wir möglich 40 Punkte holen", sagt Trainer Josef Cherfi. Alles, was darüber hinaus geht, nimmt der VfR aber gerne mit. Von Oliver Schaulandt

Ein bekanntes Fußball-Internetportal hat in diesen Tagen mal eine Prognose abgegeben, wie denn die kommende Saison in der Fußball-Oberliga ausgehen könnte. Diese Statistik weist den VfR Fischeln am Saison-Ende auf dem 17. Tabellenrang aus. "Das finde ich ziemlich gut. Die Tabelle werde ich mir ausdrucken und in die Kabine hängen. Das spart mir eine ganze Menge an Reden", sagt Josef Cherfi.

Er ist Trainer des VfR, seit Jahren schon, und er ist auch der Trainer, unter dem der VfR die erfolgreichste Saison in der langjährige Vereinshistorie gespielt hat. Die war im vergangenen Jahr, die Fischelner belegten am Ende den achten Rang in der Oberliga. Und im ersten Saisonabschnitt führten sie zwischenzeitlich mal so souverän die Tabelle an, dass sich Vereinspräsident Thomas Schlösser durchaus mal Gedanken machen musste, ob sein Verein gegebenenfalls auch Regionalliga kann. "Das wäre für uns viel zu früh gekommen, auch wenn es sicherlich reizvoll wäre", sagt Schlösser. "Aber von den Regularien der Regionalliga hätten wir höchstens 20 Prozent erfüllt. Wir könnten noch nicht mal ein einziges Spiel hier an der Kölner Straße austragen. Auf der anderen Seite: Sollte es irgendwann einmal so kommen, dann würden wir uns dieser Herausforderung sicherlich stellen. Aber davon jetzt ernsthaft zu sprechen, das wäre sicher vermessen."

Nun sind sie beim VfR auch so eingestellt, auf dem Boden zu bleiben. Daher bleibt auch im zweiten Jahr das Ziel, so schnell wie möglich 40 Punkte einzufahren, um somit die Zugehörigkeit für eine weitere Spielzeit schleunigst in trockenen Tüchern zu haben, sagt Cherfi, der natürlich aber auch alles gerne mitnimmt, was noch "on top" kommt. Aber von höheren Zielen zu sprechen, das fällt dem VfR nicht ein. "Wir wollen uns auf Dauer in der Oberliga etablieren", sagt Cherfi.

Dazu hat der VfR nicht mit der Schubkarre das Geld herangekarrt und wild verschleudert, sondern ganz gezielt die Baustellen der vergangenen Saison behoben. "Wir haben im Sturm und in der Abwehr nachgelegt und auch Spieler geholt, die schon einige Erfahrung in der Oberliga und Regionalliga haben", sagt Cherfi. Vom KFC Uerdingen, mit dem der Club jetzt wieder auf Augenhöhe in der Liga steht, kam etwa Burak Akarca oder vom Ligagefährten TSV Meerbusch Offensivkraft Christos Pappas. Die erfahrenen Spieler sollen dem mitunter noch recht jungen Team den nötigen Halt geben, damit es nicht noch einmal einen Leistungseinbruch gibt wie in der abgelaufenen Spielzeit. "Dieser Einbruch war einfach der Unreife des Kaders geschuldet", sagt der Trainer rückblickend.

Bis die Saison losgeht, gehen noch fünf Wochen ins Land. Fischeln hat am 16. August Heimrecht zu Auftakt, dann kommt der Vorjahresdritte aus Ratingen zur ersten Standortbestimmung. Und natürlich fiebern sie beim VfR wieder auf die direkten Vergleichsspiele mit dem Stadtrivalen KFC Uerdingen hin, die sicherlich in den vergangenen Jahren immer Höhepunkte sowohl für die Zuschauer als auch für die Fans waren - auch wenn die 7504 Besucher vom ersten Duell nach über 40 Jahren wohl in dieser Saison kaum erreicht werden können. Am 20. September soll es diesmal wieder soweit sein, allerdings würde der VfR gerne verlegen. Am 18. September, das ist der Freitag davor, geht aber nicht, weil die Pinguine daheim spielen. Und am 20. selbst auch nicht, weil dann die Pinguine bei der DEG spielen. "Vielleicht spielen wir ja am Montag Abend", sagt Thomas Schlösser, der sich deshalb noch mit dem KFC kurzschließen will. Bislang haben die Fischelner in den vier Duellen übrigens eine negative Bilanz: einem Unentschieden stehen drei Niederlagen gegenüber. Aber das hat auch für diese Saison wiederum etwas Gutes: Denn wenn Josef Cherfi diese Bilanz ebenfalls ausdruckt und aufhängt, muss er schon wieder nicht so viel reden.

Quelle: RP
 
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