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Lokalsport
Florian Boehnisch: Vom Ersatzmann zum Cup-Champion

Motorsport. Der 21-jährige Rennfahrer aus Kempen gewann in der Motorsport-Arena Oschersleben mit seinem Team den ADAC-Dacia-Logan-Cup.

Sein letztes Rennen des Jahres wurde für Florian Boehnisch zu einer Triumphfahrt. Der 21-jährige Nachwuchsrennfahrer aus Kempen holte sich am Wochenende in der Motorsport-Arena Oschersleben mit dem JAS-Rennsport-Team beim ADAC-Dacia-Logan-Cup 2016 den Gesamtsieg. Als einer von drei Fahrern saß Boehnisch beim letzten Lauf dieser Cup-Serie die letzten 50 Minuten des Zweistunden-Rennens am Lenkrad und fuhr als Sieger ins Ziel.

Sogar ein zweiter Platz hätte dem Team zum Gesamtsieg erreicht. Boehnisch glänzte trotz großem Vorsprung noch mit der schnellsten Rennrunde. "Ich hatte einen souveränen Vorsprung und musste diesen nur noch halten. Wäre es hart auf hart gekommen, hätte ich den Fight gerne angenommen. Aber ich denke, ich habe mich bei den letzten Rennen bewiesen und bin froh, dass wir es geschafft haben. Es war unglaublich emotional, das Auto durch die letzte Runde zu führen.

Ich habe sehr viel harte Arbeit hinter mir. Jetzt habe ich das ganze Team stolz machen und meinen ersten Meistertitel einfahren können. Wir sind ein verdienter Champion", sagte Boehnisch und ließ mit seinen Teamkollegen beim abschließenden Galaabend die Sektkorken knallen. Für den Kempener ging damit vor den Toren Magdeburgs eine erfolgreiche Saison zu Ende. Im Juni feierte der A-Lizenz-Inhaber auf dem Nürburgring beim VLN-Langstreckenpokal, der 2.

Liga des Tourenwagensports, bei widrigen Bedingungen ein gelungenes Debüt. Im Internet bewarb er sich dann für das 24-Stunden-Rennen im belgischen Zolder und bekam vom belgischen "JJ-Motorsport-Team" einen Startplatz. Dort bewies er in einem 230 PS starken BWM 325i E 90 sein großes Talent und fuhr in der Nacht für sein Team zwischenzeitlich Platz drei heraus. Am Ende wurde das Podium wegen eines Defekts knapp verpasst.

Im Oktober kehrte Boehnisch ins Cup-Geschehen zurück. Denn dem JAS-Rennsport-Team war nicht entgangen, dass Boehnisch 2015 beim Logan-Cup maßgeblichen Anteil am Vizetitel seines damaligen Teams hatte und verpflichtete ihn für die letzten Läufe als Ersatzfahrer. Dabei schlüpfte der Kempener in die Jokerrolle. Immer, wenn es beim Qualifying und im Rennen um schnelle Runden ging, saß er am Steuer. Da Boehnisch in diesem Jahr in der Szene erfolgreich auf sein großes Talent aufmerksam machen konnte, liegen ihm schon Angebote für neue Saison vor.

Und das sogar für die Tourenwagen-Europameisterschaft. Jetzt will er sich aber erstmal auf sein Studium der Fahrzeugtechnik in Dortmund konzentrieren.

(hgs)
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