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Krefeld Pinguine
Frühbucher-Rabatt statt Play-off-Prämie

Krefeld Pinguine: Frühbucher-Rabatt statt Play-off-Prämie
Am Sonntag im Heimspiel gegen Berlin waren Verteidiger Chris Valentine (Nr. 47) und Patrick Galbraith (re.) maßgeblich daran beteiligt, dass die Eisbären nicht so häufig wie erwartet zu klaren Torchancen kamen. Beide müssen heute zusehen. Während der Verteidiger gesperrt ist, sitzt der Torwart auf der Bank. FOTO: T. Lammertz
Del. Eishockey: Nach nur sechs Punkten aus den vergangenen 12 Spielen kann den Pinguinen im Kampf um Platz zehn nur noch ein großes Wunder helfen. Heute ist Wolfsburg zu Gast. Scott Valentine ist gesperrt. Patrick Klein steht im Tor. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns

18 Punkte beträgt der Rückstand für die Pinguine nach 28 von 52 Begegnungen auf den letzten Pre-Play-off-Platz. Nur noch ein ganz großes Wunder, das wahrscheinlich das größte in der bisherigen DEL-Geschichte wäre, kann die Krefelder am 6. März vor dem Saisonende retten. Anstatt mit dem Aufsichtsrat die Play-off-Prämie auszuhandeln, haben die Spieler jetzt schon die Möglichkeit, sich im Reisebüro den Frühbucherrabatt zu sichern. Ähnlich war die Lage vor sechs Jahren, als Rick Adduono sein Amt antrat. 12 Zähler betrug damals der Rückstand auf Platz zehn. Am Ende belegten die Schwarz-Gelben Platz 12, verpassten aber die Pre-Play-offs nur um drei Punkte. Damals waren allerdings 15 Teams (60 Spiele) angetreten. Zunächst geht es erst einmal darum, so schnell wie möglich die Rote Laterne an Schwenningen abzugeben. Die Wild Wings haben sechs Punkte Vorsprung, aber bereits 29 Spiele absolviert. Die Aufholjagd beginnt heute (19.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg.

Ihre Fassungslosigkeit stand den Spielern am Sonntag nach der 2:3-Niederlage gegen Berlins ins Gesicht geschrieben. "Wieder gut gespielt, aber wieder verloren", hieß es in den Katakomben und auf den Rängen. Der Spielverlauf war wieder typisch für ein Duell zwischen einem Tabellenletzten und einem Spitzenreiter. Mark Hurtubise setzte den Puck nach einem Fehler von Mulock an den Pfosten, Berlins Torjäger Darin Olver nutzte einen Fehler der Krefelder Abwehr zur Führung. Dem zweiten Treffer der Gäste ging ein knappes Abseits voraus, was der Linesmen allerdings nur schwer erkennen konnte. Wie so oft, wenn der Knoten nicht platzen will, fehlt das Glück und es kommt Pech dazu. Viel Glück brauchen die Pinguine heute Abend ganz dringend. Denn nach Düsseldorf und Berlin treten ab 19.30 Uhr auch die Grizzlys aus Wolfsburg mit breiter Brust im König-Palast an. Acht Spiele in Folge verließen die Niedersachsen als Sieger das Eis. "Wolfsburg ist derzeit einer der schwersten Gegner. Gegen die Grizzlys und Nürnberg waren wir relativ weit weg von den Punkten. Aber unmöglich ist ein Sieg nicht. Wir müssen sehr stabil stehen und ans Limit gehen", sagte Franz Fritzmeier gestern nach dem Training. In Sachen Stabilität tut es natürlich sehr weh, dass Verteidiger Scott Valentine nach seiner dritten großen Strafe aus dem Berlinspiel gesperrt ist. Wer für ihn an der Seite von David Fischer aufläuft, will Fritzmeier erst heute entscheiden: "Wir werden auf jeden Fall sechs Verteidiger und 13 Stürmer aufbieten." Im Tor steht heute Patrick Klein. "Das hatte ich mit beiden Patricks so nach dem DEG-Spiel abgesprochen", erklärte der Coach. Da Valentine gesperrt ist, kann Henrik Eriksson wieder seinen Tribünenplatz verlassen. Wie der Trainer seine Reihen zusammenstellt, wollte er gestern nicht verraten. Gespannt dürfen die Pinguine sein, wie viele Fans ihnen heute den Rücken stärken werden. Auf die ganz treuen KEV-Fans ist stets Verlass, die gegen Düsseldorf* mit ihrer "Pietta-Choreo" bisher für das Saison-Highlight auf den Stehplatz-Rängen aller DEL-Arenen sorgten. Krefelder Zuschauer, die am Freitag diesen Aufwand in Frage stellten, sollten künftig lieber zu Hause bleiben. Die Mannschaft war jedenfalls begeistert und will die Fans wie bereits gegen die Panther auch heute wieder mit einem Sieg belohnen.

*Anmerkung der Redaktion: An dieser Stelle hatten wir zuerst Augsburg geschrieben. Wir entschuldigen uns für den Fehler. 

Quelle: RP
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