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Fünf Ruderer des CRC fahren zur U23-Weltmeisterschaft in Bulgarien

Lokalsport: Fünf Ruderer des CRC fahren zur U23-Weltmeisterschaft in Bulgarien
Rudern. Marisa Staelberg, Laurits Follert, Jacob Schulte-Bockholt, Marc Leske und Jonathan Rommelmann starten Ende Juli bei der U 23-WM für Deutschland. Sabine Tschäge ist als Trainerin nominiert.

Gleich fünf Sportler des Crefelder Ruder-Clubs haben sich für die U23 Weltmeisterschaft in Plovdiv/Bulgarien qualifiziert. Marisa Staelberg, Laurits Follert, Jacob Schulte-Bockholt, Marc Leske und Jonathan Rommelmann starten Ende Juli bei der WM für Deutschland, Sabine Tschäge ist als Trainerin nominiert.

Der Deutsche Ruderverband hatte seine Nominierungsregatta für die U23-WM drei Wochen nach vorne, auf die Internationale Regatta in Ratzeburg gelegt, damit die Vorbereitungszeit zur WM optimal genutzt werden kann. Die Boote mussten sich dabei gegen starke nationale und zum Teil internationale Konkurrenz durchsetzen. Sehr windige Bedingungen mit starken Böen verlangte den Aktiven technisch und physisch einiges ab. Doch für die CRC U23-Gruppe und Johanna te Neues erwies sich der Küchensee in Ratzeburg als wahre Goldgrube.

Besonders erfolgreich war Marisa Staelberg. Eigentlich könnte sie sich ihre Bootsklasse aussuchen, doch sie wird in Plovdiv im anspruchsvollen Zweier ohne Steuerfrau mit Partnerin Sophie Oksche/Ingolstadt an den Start gehen (Foto: CRC). Dabei hat sie in Ratzeburg noch den Vierer ohne Steuerfrau und den Achter gewonnen. "Dass ich mit Sophie so schnell so gut zurecht komme, freut mich sehr, besonders, da ich nach fünf Jahren zum ersten Mal wieder im Bug sitze", sagte Staelberg. Der Zweier wurde erst in der vergangenen Woche zusammen gestellt, nachdem die alte Kombination Saelberg und Sokolkova in ihrer Leistung stagnierte. Mit Oksche lief es direkt gut, und nach nur sechs Trainingseinheiten fegte der Zweier die Konkurrenz, nach gewonnenem Vorlauf, im Finale weg.

"Das hat Spaß gemacht", sagte Jonathan Rommelmann, der von Sabine Tschäge trainiert wird und mit Partner Philipp Grebner/Mainz alle Erwartungen im leichtgewichtigen Doppelzweier übertraf und im Finale auch den starken A-Doppelzweier aus Berlin schlug. Laurits Follert sitzt im "kleinen" Deutschlandachter und wurde mit seiner Crew auch der Favoritenrolle gerecht. "Wir sind aus allen Teilen Deutschlands nach Leistung zusammen gesetzt worden, in den ersten Trainingseinheiten mussten wir sehr an unserem Zusammenspiel arbeiten. Das letzte Trainingswochenende hat den entscheidenden Kick gebracht", erzählt Follert, der gerade erst aus dem U19 Bereich aufgestiegen ist und in seinem ersten Jahr schon im Königsboot sitzt.

Jacob Schulte-Bockholt hat zusammen mit Marc Leske als Aufsteiger aus der U19 auch direkt den Sprung ins U23 Nationalteam geschafft. Im Vierer mit Steuermann werden sie gemeinsam mit Rene Stüven/Herne, Finn Knüppel/Schwerin und Steuermann Felix Heinemann/Dortmund Deutschland in Plovdiv vertreten. Einen Start-Ziel-Sieg erruderte sich das Boot um Schlagmann Leske, der mit Schulte-Bockholt als Co-Schlagmann den Powerblock im Vierer bildet. Mit über einer Bootslänge Vorsprung deklassierten sie die Konkurrenz.

Michaela Staelberg lieferte im Doppelzweier mit Tina Christmann/Hanau ein grandioses Rennen ab, wurde aber nur Zweiter und muss nun um die Ersatzposition kämpfen. Bei der Meisterschaft in drei Wochen in Köln wird sie im Einer ein gutes Ergebnis erringen müssen, wenn sie noch auf den WM-Zug aufspringen will.

Überglücklich war Johanna te Neues über ihre Nominierung zur Universiade nach Gwangju/Südkorea. Te Neues startete zusammen mit Lea-Kathlen Kühne und Anna Götz/beide Mainz und Ulrike Törpsch/Pirna im Frauen Vierer ohne Steuerfrau. In einem tollen Rennen griffen sie immer wieder den Deutschen A-Vierer an, am Ende mussten sie sich zwar mit einer knappen Bootslänge geschlagen geben, waren aber noch vor den U23-Booten und hatten somit die Norm zur Qualifizierung mehr als erfüllt. Am 2. Juli geht es für te Neues los, die dann bis zum 15. Juli das komplette Universiade-Programm erleben darf.

(oli)
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