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Lokalsport
Für den KFC Uerdingen zählt in dieser Saison nur der Aufstieg

Krefeld. Die erste Spielzeit nach der Ära Lakis ist für die Blau-Roten Zukunft weisend wie nie. Sollte es mit dem Aufstieg klappen, soll der Club eine GmbH werden. Von Oliver Schaulandt

Es ist eine neue Ära, in die der KFC Uerdingen in dieser Spielzeit aufzubrechen gedenkt. Der Club hat sich mehr oder minder von Grund auf neu aufgestellt - lediglich im Verwaltungsrat hat es keine gravierenden Änderungen gegeben. Der Vorstand ist neu, Mikhail Ponomarew hat den Club von Lakis übernommen, und mit Niko Weinhart steht erstmals ein hauptamtlicher Zweiter Vorsitzender im Amt. Das Trainerteam ist ebenfalls neu. André Pawlak hat mit Markus Braasch und Christian Ovelhey einen Co-Trainer und einen Torwarttrainer mitgebracht, außerdem arbeiten Darko Safner und Jörg Bednarzik als Athletiktrainer mit. Zudem gibt's eine neue Geschäftsstelle, die Versöhnung mit den Fans soll erfolgen - erste Schritte sind schon getan.

Und auch die Mannschaft ist neu zusammen gestellt. Nach dem verpassten Aufstieg im Vorjahr mussten zahlreiche Spieler gehen. Der bekannteste davon ist sicherlich Ex-Profi Mo Idrissou, für den Pawlak keine Verwendung mehr hat. Die Neuzugänge klingen von ihren Namen und ihrem bisherigen sportlichen Werdegang her nach Zukäufen mit viel Sachverstand. Ausgemusterte Profis gehören nicht mehr dem Kader an, stattdessen viele gestandene Spieler aus der Regionalliga und der Oberliga, die um Routinier und Kapitän Timo Achenbach und den Ghanaer Charles Takyi dann nicht nur um den Aufstieg mitspielen sollen, sondern ihn tunlichst auch umzusetzen haben.

Mit Danny Rankl und Philipp Goris haben die Uerdinger dazu die beiden erfolgreichsten Torjäger der vergangenen Oberliga-Spielzeit im Kader - das klingt nach einer starken Offensive. Und auch die Abwehr ist verstärkt worden. Altgediente wie Ioannis Alexiou mussten gehen, mit Zugängen aus der Regionalliga soll hinten ein neues Bollwerk entstehen. Abzuwarten ist, wer den Kampf um die Einserposition gewinnt - Ahmet Taner oder Zugang Maurice Schumacher.

Die vielen Veränderungen von den Strukturen her sind notwendig. Denn diese Saison soll den Grundstein bilden, um die angestrebten hohen Ziele zu erreichen. Es soll hoch gehen, nicht bloß in die Regionalliga, sondern zurück in den bezahlten Fußball. Davon reden sie in Uerdingen zwar schon seit Jahren, doch diesmal sind die Pläne und der Weg, diese auch entsprechend umzusetzen, zumindest konkreter erkennbar. Klappt es mit dem Aufstieg in dieser Saison, strebt der Club die Ausgliederung der ersten Mannschaft in eine GmbH an. Dadurch soll es vor allem Investoren leichter gemacht werden, sich im KFC zu engagieren.

Doch dazu muss zuerst einmal Erfolg her, am besten schon kurzfristig. Denn die Suche nach neuen Geldgebern ist keine leichte Aufgabe. Denn das Vertrauen in den Verein scheint nicht sehr groß zu sein - offenbar ist da doch reichlich verbrannte Erde zurückgelassen worden. Und deshalb zögern mögliche Investoren wahrscheinlich noch, wollen erst einmal Erfolge sehen. Für die sollen nun André Pawlak und sein Team sorgen. "Ich habe absolutes Vertrauen ins Team. Aber auch wir müssen uns finden. Das braucht auch ein bisschen Geduld", mahnt der Coach.

Quelle: RP
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