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Pia Schledorn Und Sybille Kaisers
"Für uns Trainer wird es nicht langweilig"

Pia Schledorn Und Sybille Kaisers: "Für uns Trainer wird es nicht langweilig"
Sybille Kaisers (links) und Pia Schledorn stehen mit dem Frauenteam des SV Bayer Uerdingen wieder im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Obwohl die Seidenstadtgirls seit 2012 unangefochtener Titelträger sind, kommt am Waldsee trotz des anhaltenden Erfolges keine Langeweile auf. FOTO: Frank Langen
Krefeld. Wasserball: Das Duo steht mit dem Frauenteam des SV Bayer Uerdingen seit 2007 ununterbrochen im Finale um die Deutsche Meisterschaft und verteidigt zum vierten Mal seinen Titel. Am Samstag um 16 Uhr startet beim SC Chemnitz das erste Spiel.

Der SV Bayer Uerdingen hat seit 2007 jedes Jahr mit den Frauen im Finale um die deutsche Meisterschaft gestanden und ist seit 2012 unangefochtener Titelträger. Ab Samstag ab 16 Uhr gilt es wieder für ihr Team in der "best-of-three"-Serie gegen Chemnitz den Titel zu verteidigen. Wird das auf die Dauer bei so einer Dominanz nicht langweilig?

Kaisers Nein, wir waren jahrelang der Verfolger von Bochum und haben hart dafür gearbeitet. Jetzt wollen wir die Lorbeeren in Form von Titeln einfahren.

Schledorn Für die Zuschauer ist das vielleicht langweilig, aber nicht für uns Trainer und Spieler. Wir haben alters- und berufsbedingt immer eine Fluktuation, so dass wir jede Saison immer mit einem veränderten Kader antreten mussten.

Der in diesem Jahr nur aus eigenen Nachwuchskräften besteht. Das ist wohl auch ein Indiz für eine gute Jugendarbeit beim SV Bayer?

Schledorn Wir versuchen immer den Nachwuchs mit einzubinden und zu integrieren. Gerade die jungen Spielerinnen lernen viel von so erfahrenen Leuten wie Claudia Blomenkamp und Claudia Kern. Aufgrund des Erfolges ist uns das scheinbar in der Tat gut gelungen.

Kaisers Wir beide trainieren ja auch noch die weibliche U19 und das Frauen Oberligateam. Zusätzlich sind Claudia Kern und Claudia Blomenkamp als Trainerinnen bei der U17 und U15 tätig und dort auch Vorbilder. Die jungen Mädels lernen da schon sehr viel.

Jetzt steht nicht der Vorrundenzweite Heidelberg im Finale, sondern etwas überraschend der SC Chemnitz. Ergibt sich dadurch nicht eine andere Taktik für das Finale?

Kaisers Ja, da die Heidelberger eine härtere Gangart im Wasser bevorzugen und durch individuelle Aktionen einiger Spielerinnen zum Erfolg kommen wollen.

Schledorn Chemnitz hingegen versucht über eine geschlossene Mannschaftsleistung zum Ziel zu kommen den Gegner zu bezwingen

In der Hauptrunde gab es zwei klare Erfolge über Chemnitz. Mit einem ähnlichen Ergebnis ist doch sicherlich wieder zu rechnen?

Schledorn Ich bin da eher vorsichtig mit der Aussage. Durch den Finaleinzug hat Chemnitz jetzt Lunte gerochen. Außerdem müssen wir Samstagmorgen früh um 4 Uhr los und die achtstündige Fahrt im Bus wird uns auch noch vor dem Spiel in den Knochen stecken.

Kaisers Wir müssen aufpassen, dass wir das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wichtig ist, dass wir mit dem nötigen Respekt und der richtigen Einstellung ins Wasser gehen.

Das Rückspiel steigt am 11. Juni und wenn nötig einen Tag später kommt es noch zu einem dritten Spiel. Machen sie sich schon Gedanken über eine Meisterfeier?

Kaisers Klar machen wir uns da Gedanken. Es wird auf jeden Fall gefeiert, auch wenn wir Zweiter werden sollten.

Schledorn Wir werden erst einmal schauen, wie das erste Spiel in Chemnitz läuft. Sollten wir das gewinnen, dann machen wir die Meisterschaft in Spiel zwei schon fix. Und dann erfolgt auch der obligatorische Sprung ins Wasser.

Ist denn auch für eine erneute Teilnahme an der Euroleague geplant?

Kaisers Durch den Pokalsieg sind wir ja schon qualifiziert. Wir wollen uns auf jeden Fall international etablieren.

Schledorn Im November findet wahrscheinlich die erste Runde statt. Wir haben noch finanzielle Rücklagen aus dieser Saison, würden uns aber auch über finanzielle Unterstützung weiterer Sponsoren freuen.

Quelle: RP
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