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Lokalsport
Galopp-Bühne im Stadtwald gehört Millowitsch

Krefeld. Galopp: Trainer Markus Klug stellt die beiden Erstplatzierten im Dr. Busch-Memorial. Stadtwald-Hengst Parthenius wird Fünfter. Von Guido Goebel

Bei wechselhaftem Wetter, mal strahlte die Sonne, mal gab es einen Schneesturm, ging gestern vor 6.000 Zuschauern im Stadtwald der zweite Renntag der Saison über die Bühne. Als das Hauptrennen des Tages, das Rennen um den Preis der SWK Stadtwerke Krefeld - Dr. Busch-Memorial, gestartet wurde, lachte jedoch die Sonne, und nach dem Rennen hatte Markus Klug, Trainer im traditionsreichen Gestüt Röttgen vor den Toren Kölns, gut Lachen, denn der Champion von 2014, der im Moment im deutschen Turf alles abräumt, stellte mit Millowitsch und El Loco gleich die beiden Erstplatzierten des Rennens.

Zweieinviertel Längen vor dem Favoriten Noor Al Hawa gab es in dem mit 55.000 Euro dotierten 1700 Meter-Rennen einen Kampf auf Biegen und Brechen zwischen den beiden Trainingsgefährten, aus dem Millowitsch, benannt nach dem Kölner Volksschauspieler, mit einer Nase Vorteil vor El Loco als Sieger hervorging. Dabei war es im Finish heiß her gegangen, denn El Loco blieb nicht auf gerade Spur und behinderte Millowitsch sogar etwas, aber da dieser trotzdem gewann, hatte das keine Konsequenzen.

"Das ist ein schönes Gefühl, wenn man von der Tribüne sieht, dass seine beiden Pferde das Rennen unter sich ausmachen. Es ist schon etwas kurios, denn El Loco unterlag auch schon im Ratibor-Rennen nach Zielfotoentscheid. Beide haben sich über Winter verbessert, für Millowitsch ist die Distanz die obere Grenze, El Loco braucht weitere Wege. Hätte Millowitsch nicht die Spur wechseln müssen, hätte er wohl leichter gewonnen", sagte Klug, der bekennender Borussia Mönchengladbach-Fan ist und sich nach dem Rennen sofort nach dem Ergebnis des Spieles der Fohlen-Elf gegen Hoffenheim erkundigte, das ihn natürlich auch sehr erfreute.

Ohnehin war Klug der dominierende Mann an diesem Renntag, denn mit Gestüt Fährhofs Danlia, und Gestüt Wittekindshofs Event Mozart stellte er auch in den Rennen zwei und sieben den Erstplatzierten, war damit mit drei Siegen der erfolgreichste Aktive.

Ein toller Erfolg war es auch für Jockey-Routinier Andreas Helfenbein, der der feste Jockey von Millowitsch ist. "Ich habe bereits seinen Vater Sehrezad geritten, er war auch schon so ein Kämpfer, er ist wirklich ein tolles Pferd."

Der einzige Krefelder Starter, Mario Hofers Parthenius, kam fünf Längen hinter dem Sieger auf den fünften Platz im Feld von acht Pferden. Hofer hatte im Vorfeld aber schon damit gerechnet, dass sein Schützling, ein rechter Bruder des großen Pastorius, dieses Rennen noch benötigen würde.

Einen Krefelder Sieg gab es am Sonntag nicht, für die besten Platzierungen sorgten der von Mario Hofer vorbereitete Saloonmedicus und Erika Mäders One Way Ticket, die jeweils Zweiter wurden. Der Hofer-Dreijährige, der zu den besseren Pferden seines Jahrgangs in dem Stadtwald-Quartier gehört, musste sich im ersten Rennen des Tages nur dem von Championjockey Andrasch Starke gerittenen Silver Sea beugen. Pretty Woman, eine weitere gute Dreijährige aus dem Hofer-Stall, belegte im dritten Rennen den vierten Platz. One Way Ticket wurde nach über einem Jahr Pause im letzten Rennen des Tages Zweiter. "Das war eine gute Leistung, er hatte mehrere Operationen", sagte Erika Mäder. Der Umsatz nach den sieben Rennen betrug 131.000Euro.

Quelle: RP
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