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Lokalsport
Galopprennbahn: Bestürzung über den Tod zweier Pferde

Lokalsport: Galopprennbahn: Bestürzung über den Tod zweier Pferde
Jan Schreurs ist Vorsitzender des Krefelder Rennclubs. FOTO: Lammertz
Galopp. Bei fast 30 Grad war der After-Work-Renntag des Krefelder Rennclub am Montagabend eine schweißtreibende Angelegenheit für Mensch und Tier. Kein Wunder, dass es einige Turbulenzen vor und während der Rennen gab. Einige Pferde entledigten sich vor dem Start ihrer Reiter und konnten so nicht an den Rennen teilnehmen.

Noch schlimmer erwischte es zwei Vierbeiner im dritten und vierten Rennen. Ohne Fremdverschulden kamen sie während der Rennen zu Fall und mussten nach schweren Verletzungen aufgegeben werden. Beide Tiere hatten sich Beinbrüche zugezogen; das gilt in Fachkreisen als Todesurteil, weil ein Beinbruch durch das enorme Gewicht eines Pferdes als unheilbar gilt. Der zugezogene Veterinär ließ die Tiere nach den Unfällen mit einer Plane vor den Blicken der Zuschauer verbergen und musste beide Pferde noch auf der Bahn einschläfern. Direkt nach dem ersten Unfall hatte die Rennleitung das Geläuf inspiziert und bestätigt, dass der Vorfall nichts mit dem Untergrund zu tun hatte. Auch bestätigten alle beteiligten Reiter und Trainer, dass die Krefelder Rennbahn an diesem Tag hervorragende Voraussetzungen bot. Die beiden gestürzten Reiter, Steffi Hofer und Filip Minarik, kamen mit dem Schrecken davon.

"Der Krefelder Rennclub bedauert diese beiden Unfälle über alle Maßen", betonte ein bestürzter Rennclub-Präsident Jan Schreurs gestern gegenüber unserer Zeitung. "Leider sind Sportverletzungen bei Tieren immer von einer größeren Tragweite als beim Menschen. Wir sind uns der Verantwortung gegenüber den Pferden und Aktiven bewusst und haben, unter anderem mit Hilfe der Krefelder Feuerwehr, ein optimales Geläuf präsentiert."

Der Renntag am Montag wurde komplett in die französischen Wettannahmestellen übertragen. Nach Kassenschluss bilanzierte man alleine in Frankreich einen Wetteinsatz von 1,9 Millionen Euro. Im Vergleich dazu sind die 56.617,48 Euro, die in Deutschland und auf der Krefelder Rennbahn verwettet wurden, natürlich verschwindend gering. Rund drei Prozent erhält der Rennclub aus den in Frankreich getätigten Wetten als Beteiligung. Dies reicht, um die Kosten der Veranstaltung zu decken.

(pk/oli)
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