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Lokalsport
"Geben die Punkte nicht freiwillig ab"

Oberliga. Fußball: Fischelns Trainer Josef Cherfi spricht von einer schweren Aufgabe, setzt aber im heutigen Derbygegen den KFC auch auf die besondere Motivation seiner Spieler. Der VfR muss heute auf den gesperrten Christos Pappas verzichten. Von Uwe Worringer

Mit zwei Niederlagen im Gepäck steuert der VfR Fischeln auf das heutige Derby zu. Trotzdem herrscht durchaus Zuversicht, denn Trainer Josef Cherfi ist weit davon entfernt, seiner Mannschaft in den gesamten letzten 180 Minuten eine schwache Leistung zu bescheinigen. "Wir wollen die Kirche im Dorf lassen. Wir haben dabei eine grottenschlechte Halbzeit gezeigt. Die Probleme haben wir unter der Woche angesprochen und wir haben analysiert, woran wir gescheitert sind. Ich bin mir zu 99,9 Prozent sicher, dass uns das in der Form nicht mehr passieren wird. Die Motivation wird heute auch eine andere sein", spannt Cherfi den Bogen von den schwachen zweiten 45 Minuten beim 1. FC Mönchengladbach zum siebten Vergleich zwischen beiden Krefelder Vereinen.

In erster Linie geht es für die Grün-Weißen heute darum, wieder kompakt zu stehen und bei Standardsituationen präsenter zu sein. Gelingt das, ist der VfR für jeden Gegner ein gefährlicher Kontrahent. Denn die Cherfi-Auswahl wusste bisher über weite Strecken in der Offensive zu überzeugen und setzte nicht von ungefähr mit 17 erzielten Toren die bisherige Liga-Bestmarke. Ob es für den ersten Derby-Sieg reicht, bleibt abzuwarten. Die Favoritenrolle schiebt Cherfi im Vorfeld dem KFC zu, kündigt aber starke Gegenwehr an: "Wir wissen um die Schwere der Aufgabe, der KFC hat hervorragende Fußballer in seinen Reihen. Wir werden aber nicht freiwillig die Punkte abgeben und versuchen, die Partie zu gewinnen. Das ist ja normal. Sonst bräuchte man gar nicht anzutreten."

Dass die Spieler des VfR hoch motiviert sind, versteht sich von selbst. Cherfi wird sich daher sicherlich keine besondere Ansprache ausdenken müssen: "Die Jungs wissen, was das für Fischeln bedeuten würde, wenn man dieses Derby für sich entscheidet." Personell stehen die Vorzeichen gut, denn bis auf Christos Pappas stehen alle Akteure zur Verfügung. Der Gelb/Rot-bedingte Ausfall des beständigen "Sechsers" wiegt allerdings schwer. Nicht nur in der Defensivarbeit. "Schade. Denn mit seinen genauen Pässen ist er auch ein wichtiges taktisches Mittel für uns", bedauert Cherfi.

Eine Entscheidung, wer den Posten neben Sven Kegel einnehmen wird, sollten die letzten Trainingseindrücke ergeben. Kandidaten gibt es mehrere, die dieser Lücke schließen können. Hoch im Kurs steht sicher Jan Siebe. Aber auch der wieder erstarkte Semih Ergin, zuletzt zweimal eingewechselt, könnte eine Variante für die Auflaufformation sein.

Quelle: RP
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