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Lokalsport
GEG freut sich auf "richtiges" Eishockey

Eishockey. Die Grefrather starten morgen mit dem Spiel in Dortmund in die Saison der Regionalliga-West. Das Team von Trainer Karel Lang ist gegenüber der Vorsaison fast unverändert. Ratingen der Topfavorit. Von H.-G. Schoofs

Ein Schützenfest nach dem anderen feierte die Grefrather EG in der vergangenen Saison in der NRW-Liga. Den höchsten Sieg gab es auf eigenem Eis gegen den Niederrhein-Nachbarn Moers (20:4). Schon früh stand fest, dass der Phoenix, wie sich der Verein seit der Gründung vor sieben Jahren nennt, eine Etage nach oben fliegt. Durch die Abspaltung der Eishockey-Vereine vom Landeseissportverband stand erst spät fest, dass die Regionalliga West die bisherige 1. Liga West ablöst und damit wieder die höchste Amateurklasse in NRW ist.

Die Verantwortlichen der GEG entschieden sich früh, den Aufstieg wahrzunehmen. Denn so schön Siege und Aufstiege auch sind, ging das Niveau der NRW-Liga selten über Hobbyeishockey hinaus. "Das hat oft keinen Spaß gemacht", sagt Trainer Karel Lang, der hauptsächlich als Motivator gefragt war, um seine Schützlinge bei Laune zu halten. Jetzt freuen sich Lang und die gesamte Grefrather Eishockey-Familie auf "richtiges Eishockey". Die Schützenfestzeit dürfte dabei recht kurz werden. Denn die Mannschaft geht fast unverändert an den Start und wird sich wieder an Niederlagen gewöhnen müssen. Mit Till Schwarte vom EV Duisburg wurde nur ein neuer Verteidiger verpflichtet. Der 19-jährige Hüne (2,02 Meter/102 Kilogramm) überzeugte Lang in den beiden Testspielen gegen die Ligakonkurrenten Dinslaken (4:3 n.P.) und Ratingen (2:7) als Gastspieler. Erfahrungen bei den Senioren sammelte Schwarte in der Saison 2014/15 bei den Abu Dhabi Scorpions (11 Spiele, 4 Tore, 5 Assists). Er ist der siebte Stamm-Verteidiger der GEG. Trainer Lang steht insgesamt ein breiter Kader zur Verfügung. Dazu zählen einige junge Spieler, die auch in der Jugend-Mannschaft der GEG zum Einsatz kommen werden.

Für Lang gelten die Ratinger Aliens als Topfavorit. Auch Hamm zählt zu den besser besetzten Teams, die maximal zwei Ausländer einsetzen dürfen. Ziel der GEG ist nach der Eisfachrunde ein Platz in den Top-Sechs. Diese sechs Teams spielen bis zum 22. Februar eine Einfachrunde und danach mit den zwei besten Teams der Relegationsrunde die Play-offs (best of three) um den Titel. Durch die späte Termintagung der Liga konnte die GEG beim Eisstadionbetreiber den Wunsch, die Heimspiele, die bis auf den 7. Januar (Freitag) alle Sonntags stattfinden, früher als 19.30 Uhr ansetzen zu können, nicht durchsetzen. Daher fällt am kommenden Sonntag die Saisoneröffnung vor dem ersten Heimspiel gegen Dinslaken sehr kurz aus, wenn sich auch die sechs Teams der Nachwuchsabteilung der GEG auf dem Eis präsentieren. "Damit müssen wir leben", sagt der 2. Vorsitzende Dirk Pfeiffer, der eine Klasse höher trotzdem auf mehr als die bisher 150 Zuschauer im Schnitt hofft. Finanziell kann sich die GEG keine großen Sprünge erlauben. "Nach wie vor gibt es bei uns für die Spieler nur Nullverträge. Wir werden daher über die Runden kommen, sind aber auch noch an einigen Sponsoren dran", sagt Pfeiffer

Quelle: RP
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