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Lokalsport
Germanias große Personalsorgen

Krefeld. Ringen: Verletzungspech verhinderte ein besseres Abschneiden des KSV. Von Senthuran Sivananda

Im Zirkus gibt es ein Kunststück, in dem aus einem kleinen Autos unendlich viele Clowns aussteigen. Es ist eine gute Allegorie auf die gute Jugendarbeit des Ringer-Oberligisten KSV Germania Krefeld. Aus bescheidenen Verhältnissen - und das noch in einer Randsportart - gelingt es den Krefeldern, ein scheinbar unerschöpfliches Reservoir an Ringern zu gewinnen. Vorzeigeobjekt des Clubs ist freilich Aline Focken, die in diesem Jahr die Bronze-Medaille bei der Weltmeisterschaft gewann und sich dadurch wohl auch das Ticket für die Olympischen Spiele 2016 in Rio gesichert hat. Doch jede Ressource ist endlich. Und wenn unplanbares Verletzungspech hinzukommt und die Ringer selbst in Jahre, in denen Schule oder Beruf einfach eine höhere Priorität genießen, dann bekommen auch die Germanen personelle Probleme.

Dabei hatten sie vor der Saison die dritte Mannschaft aus der Bezirksliga zurückgezogen, um sich auf die Bestückung von nur noch zwei Teams zu konzentrieren. Die zweite Mannschaft ist im Sommer am Grünen Tisch von der Landesliga in die Verbandsliga aufgestiegen. Aber auch die Bestückung von zwei Teams fiel aufgrund der personellen Probleme schwer.

In der Tabelle konnten sich die Oberliga-Ringer im Vergleich zum Vorjahr nicht verbessern. Die Verbandsliga-Kämpfer hielten zwar die Klasse, aber profitierten dabei auch von den Rückzügen zwei anderer Vereine. Die Personalnot auf der einen und Germanias Kampfgeist auf der anderen Seiten wurden im vorletzten Saisonkampf der Oberliga-Mannschaft beim 20:20-Unentscheiden in Ehrenfeld deutlich. Nur mit sieben wettkampffähigen Ringern trotzten sie zehn Kämpfern vom Tabellenvierten einen Punkt ab.

Quelle: RP
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