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Alexander Feld
"Glockenspitzhalle ist Zweitliga-tauglich"

Krefeld. Der aus Krefeld kommenden Handball-Profi spricht über das Aus von seinem Verein Hamburger SV, seinen Wechsel bevorstehenden von Dormagen zum Zweitligisten Friesenheim und seine Kontaktpflege in die Heimat zur HSG Krefeld.

Die Hamburg Freezers haben ihr Aus in der Deutschen Eishockey Liga bekannt gegeben. Sie haben im Januar das gleiche Problem mit den Handballern des Hamburger SV in der Handball-Bundesliga gehabt. Können sie den Eishockeyspielern nachfühlen, wie es ihnen ergangen ist?

Feld Ja, das ist für jeden Sportler ein Sturz ins Leere. Ich war zu diesem Zeitpunkt 22 Jahre alt und habe beim HSV meinen Traum Bundesliga gelebt. Egal in welcher Sportart oder in welchem Beruf so etwas passiert, da kann sich sicherl jeder vorstellen, wie man sich da fühlt. Das wünsche ich echt keinem anderen.

Sie haben als Profi mit dem Zweitligisten TSV Bayer Dormagen schnell einen Verein gefunden, wo sie untergekommen sind.

Feld Dass der HSV finanzielle Probleme hatte, war ja schon seit November vergangenen Jahres bekannt. Bayer-Trainer Jörg Bohrmann war schon immer an mir interessiert. In der Bundesliga gab es keinen freien Platz im Rückraum Mitte. Die Dormagener waren zu diesem Zeitpunkt im Abstiegskampf und wollten personell nachlegen, Da haben sie mir ein sehr gutes Angebot gemacht. Natürlich war auch die Nähe zu meiner Heimat Krefeld ausschlaggebend für den Wechsel.

In Dormagen sind Sie ja gut aufgenommen worden

Feld Das ging schnell. Die Mannschaft hatte auf meine spielerischen Qualitäten gehofft, aber leider konnten wir den Abstieg nicht mehr verhindern. Das lag teilweise auch an Verletzungen von unter anderem wichtigen Spielern, deren Fehlen bei so einem kleinen Kader weh tut.

Heute Abend spielen Sie im letzten Saisonspiel mit Dormagen ausgerechnet gegen Friesenheim, wo Sie für die kommende Saison unterschrieben haben. Der Verein hat sogar noch die Chance, in die Erste Liga aufzusteigen.

Feld Ja, aber die Chance ist sehr klein. Friesenheim müsste gegen uns ganz hoch gewinnen und der Tabellendritte Coburg in Springe haushoch verlieren.

Das heißt, Sie spielen in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga?

Feld Ich hatte zwei Angebote aus der Bundesliga vorliegen und lange hin und her überlegt. In Friesenheim ist die Perspektive gut, der Kader hat Qualität oben mitzuspielen. Darum habe ich mich für Friesenheim entschieden.

In Krefeld hat die HSG Krefeld in dieser Saison in der Dritten Liga mächtig für Furore gesorgt. Verfolgen Sie den Krefelder Handball noch?

Feld Natürlich, zumal HSG-Trainer Olaf Mast immer zu mir Kontakt gehalten und versucht hat, mich nach Krefeld zu holen. Es ist schön, wenn die Sportart, die man selber betreibt, in der Heimatstadt so erfolgreich ist. Leider ist es bitter, dass die HSG nach so einer tollen Leistung aufgrund der Hallenproblematik nicht aufsteigen konnte.

Sie sprechen die Glockenspitzhalle an, wo Sie ja selber zweimal mit der Junioren-Nationalmannschaft gespielt haben.

Feld Das war damals ein atemberaubendes Erlebnis, vor heimischen Publikum zu spielen. Da ist der Funke vom Publikum direkt auf die Mannschaft rüber gesprungen. Die Halle ist absolut Zweitligatauglich, und eine ähnliche Stimmung wäre auch der HSG zu wünschen.

Quelle: RP
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