| 00.00 Uhr

Lokalsport
Goldhelm glänzt weiter in Schiefbahn

Trabrennen. Michael Nimczyk wurde in Berlin für den Gewinn seines fünften deutschen Meistertitels geehrt. Sonntag startet der Schiefbahner in Mönchengladbach.

Im Rennen macht Michael Nimczyk es gerne spannend. Die richtige Taktik zählt, denn erst auf der Ziellinie müssen seine vierbeinigen Partner zur Stelle sein. Warum mit großem Vorsprung gewinnen, es reicht eine Nasenlänge, oder besser eine Nüsterlänge. 155 Mal ging im vergangenen Jahr diese Taktik auf. 155 Siege auf den Trabrennbahnen der gesamten Bundesrepublik - auf der Derbybahn der Hauptstadt sowie den Traditionsbahnen in München und Hamburg, vor allem aber auch auf den Pisten vor der Haustür in Gelsenkirchen, Dinslaken und natürlich Mönchengladbach.

155 Siege, die erneut Rang eins im bundesweiten Trabrennfahrer-Championat bedeuten, weshalb der Schiefbahner am vergangenen Samstag vom Hauptverband für Traberzucht in Berlin ausgezeichnet und geehrt wurde. Und das bereits zum fünften Mal in der noch jungen Karriere. Damit zog er mit dem Krefelder Roland Hülskath gleich. Preisgelder in Höhe von fast einer halben Million Euro fuhr Nimczyk für seine Besitzer ein - kein Trabrennfahrer war im Vorjahr erfolgreicher. Bei der Championatsehrung auf der Bahn von Berlin-Mariendorf gab es noch weitere Ehrungen. Wolfgang Nimczyk belegte unter den erfolgreichsten Trainern mit 124 Siegen Platz zwei. Von den Pferde-Besitzern führte 2015 Ulrich Mommert (Berlin) mit einer Gewinnsumme in Höhe von 181 258 Euro (59 Siege/128 Plätze) die Wertung an. Diesen Erfolg hat er in erster Linie Michael Nimczyk zu verdanken, der in der Regel Mommerts Pferde vors Sulky spannt.

In der noch jungen Saison 2016 führt der Schiefbahner Berufsfahrer bereits wieder das Klassement an. Bis gestern um 17 Uhr, als er beim Renntag in Gelsenkirchen im Sulky saß und an diesem Abend insgesamt neun Mal an den Start ging, standen für ihn schon zwölf Siege und 15 Platzierungen zu Buche. Wenn alles nach Plan läuft, wird er auch am Ende dieses Jahres seinen Goldhelm verteidigt haben. Sein Ehrgeiz ist ungebrochen. Das beweisen seine stets hochgesteckten Ziele. Beim Deutschen Traberderby peilt er den Stutenpreis an. Mit seinem Paradepferd "King of the World", der mit einer Gewinnsumme von 168 000 Euro herausragt, will er wieder in Frankreich für Schlagzeilen sorgen. Das gilt auch mit dem Hengst "Ginger Heldia", der im Besitz seines Onkels Hans Brocker aus Willich ist.

Wer Michael Nimczyk live zusehen möchte, dem bietet sich die Gelegenheit bereits am Sonntag, wenn er ab 13 Uhr in Mönchengladbach wieder in den Rennsulky steigt. Der Eintritt ist frei.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Goldhelm glänzt weiter in Schiefbahn


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.