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Hofer hofft auf Heimsieg im Stadtwald

Lokalsport: Hofer hofft auf Heimsieg im Stadtwald
Im Stall von Mario Hofer (links) wird mit Parthenius einer der Favoriten für das Dr. Busch-Memorial trainiert. Der Hengst gewann im vergangenen Jahr auch das Herzog von Ratibor-Rennen. FOTO: Klaus-Joerg Tuchel
Galopp. Fünf Stadtwald-Galopper sind morgen beim Renntag in Krefeld am Start. Höhepunkt ist das Dr. Busch-Memorial. Mario Hofers Crack Parthenius ist in der Derbyvorprüfung auf den Spuren seines großen Bruders Pastorius. Von Guido Goebel

Am Sonntag steht im Stadtwald das erste Highlight der Krefelder Turfsaison an. Das Rennen um den Preis der SWK Stadtwerke Krefeld, besser bekannt als Dr. Busch-Memorial, ist alljährlich das erste große Kräftemessen von Deutschlands besten dreijährigen Galoppern und die erste wichtige Vorprüfung für das wichtigste Rennen des Jahres, das Deutsche Derby, das in diesem Jahr am 10. Juli in Hamburg-Horn entschieden wird.

Als sechstes von sieben Rennen bei der Veranstaltung, deren erstes Rennen um 13.45 Uhr gelaufen wird, kommt das mit 55.000 Euro dotierte 1700 Meter-Rennen zur Austragung, mit acht, durch die Bank hochklassigen Pferden hat es eine ausgezeichnete Besetzung gefunden. Einer der Favoriten des Rennens wird im Stadtwald trainiert, es ist Parthenius, der Crack aus dem Stall von Mario Hofer. Der Hengst ist verwandtschaftlich schwer vorbelastet, denn er ist kein Geringerer als der rechte Bruder des Großen Pastorius, mit dem Hofer 2012 das Deutsche Derby gewann und der anschließend auch international mit dem Sieg im Prix Ganay, einem der größten Rennen in Frankreich, für Furore sorgte. Auf dem Weg zum Derbysieg hatte Pastorius zuvor das Herzog von Ratibor-Rennen gewonnen, und genau in diesem Rennen war im vergangenen November Parthenius erfolgreich. Spätestens mit diesem Erfolg bewies der Soldier Hollow-Sohn, der am Sonntag vom Österreicher Andreas Suborics geritten wird, dass er nicht aus der Art geschlagen ist. Zuvor hatte er bereits in München gewinnen können.

"Es kann sein, dass er nach der Winterpause dieses Rennen noch braucht, aber vielleicht gehört er aber auch zu den Kandidaten, die ihr großes Potenzial erst nachmittags im Rennen und nicht morgens bei der Arbeit abrufen. Am Sonntagabend sind wir schlauer", sagt Hofer zu den Chancen des Hengstes.

Im Herzog von Ratibor-Rennen siegte Parthenius nach Zielfotoentscheid gegen Gestüt Röttgens El Loco. Dessen Trainer Markus Klug und sein Stalljockey, der Niederländer Adrie de Vries, räumen derzeit im deutschen Turf so richtig ab, gewinnen Rennen um Rennen. Sie versuchen am Sonntag mit besagtem El Loco die Revanche an Parthenius. Doch die stärkere Waffe von Klug könnte Millowitsch sein, der in Köln, wo er im Gestüt Röttgen in Rath-Heumar, in der Nähe des Kölner Flughafens trainiert wird, große Popularität genießt. Im Sattel sitzt mit Andreas Helfenbein einer der routiniertesten deutschen Jockeys. Erste Chancen auf den Sieg hat auch Top-Trainer Andreas Wöhler, der mit dem hoch gehandelten Noor Al Hawa, und Volcancito, für den er Deutschlands Vorzeigejockey Andrasch Starke verpflichtete, ebenfalls zwei Pferde ins Rennen schickt. Es scheint also einiges möglich zu sein im Hauptrennen. Gute Dreijährige könnte man auch im ersten Rennen sehen, in dem Mario Hofer mit Saloonmedicus einen weiteren chancenreichen Starter hat. Auch hier sitzt Hofers österreichischer Landsmann Andreas Suborics im Sattel. Dieser ist auch der Reiter von Hofers Pretty Woman, die in der zweiten Tagesprüfung, einem 1700 Meter-Rennen für sieglose, dreijährige Stuten, ebenfalls zur Favoritengruppe zählt.

Nicht ganz leicht einzuschätzen ist Hofers dritter Starter, der Wallach King's Breizh, der im vierten Rennen an den Start kommt. Hier darf sich Hofers Auszubildende Jennifer Mölls versuchen, die mit dem Vierjährigen bereits im vergangenen Jahr einmal gewann. Das Rennen, in dem King's Breizh startet, ist die "Wettchance des Tages" mit einer garantierten Ausschüttung von 10.000 Euro für denjenigen Wetter, der als Einziger die vier ersten Pferde in der richtigen Reihenfolge vorhersagt. Erika Mäder bietet am Sonntag nur ein einziges Pferd auf, das ist der Vierjährige One Way Ticket, der im siebten und damit letzten Rennen des Tages an den Start kommt. Der Hengst hat seit über einem Jahr kein Rennen mehr bestritten, beim Neuanfang hat er aber durchaus Platzchancen.

Quelle: RP
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