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HSG empfängt Zweitvertretung Lemgos

Lokalsport: HSG empfängt Zweitvertretung Lemgos
Mike Schneider, einer der besten Torjäger des Vorjahres, ist derzeit noch nicht ganz ins Rollen gekommen. Durch die vielen Erkältungen im Team könnte er zu den Spielern gehören, die mehr Spielzeit erhalten. FOTO: Thomas Lammertz
Dritte Liga. Handball: Für die HSG Krefeld geht es nach dem tollen und hochemotionalen Sieg gegen einen der Ligafavoriten mit Bayer Dormagen nun nahtlos mit einem weitern Heimspiel weiter. Eine Erkältungswelle macht den Eagles zu schaffen. Von Sven Schalljo

Bei der HSG Krefeld steht das Stimmungsbarometer dieser Tage auf Hoch. Noch vor Wochenfrist herrschte ein Anflug von Katzenjammer nach der unnötigen Niederlage in Minden. Entsprechend skeptisch waren auch einige Beobachter im Umfeld der Schwarz-Gelben für die Begegnung gegen Bayer Dormagen. Was das Team dann aber auf die Platte brachte, war insgesamt mehr als überzeugend.

Ganz besonders der Charakter der Mannschaft zeigte sich in dieser Begegnung. Lief es in der ersten Halbzeit noch nicht so richtig und ließen die Eagles unnötige Gegentore zu und verwarfen selbst zu oft, so zeigten sie im zweiten Durchgang unbändigen Willen und Kampfgeist und rangen den Favoriten noch nieder. Speziell die beiden Führungsspieler Marcel Goerden und Jens-Peter Reinarz übernahmen Verantwortung und sorgten kurz nach der Pause für den Anschluss und die Wende im Spiel.

Doch auch Torwart Philipp Ruch trug immer wieder mit spektakulären Paraden seinen Teil zum Erfolg bei. Und so feierte das Team einen ganz wichtigen und hochemotionalen Sieg. Und an diesen will es nun auch im nächsten Spiel am Samstagabend gegen die Zweitvertretung der HSG Lemgo anknüpfen. Die Gäste sind bislang noch nicht richtig in die Saison gekommen und grüßen derzeit vom vorletzten Tabellenplatz. Entsprechend groß sind die Erwartungen der Fans an die heimischen Eagles.

Doch gerade bei den zweiten Mannschaften der Bundesligateams gilt es stets, das individuelle Spiel zu betrachten. Denn all zu oft werden junge Bundesligaspieler eingesetzt, um Spielpraxis zu sammeln. Und so sagt auch HSG-Trainer Olaf Mast: "Wir werden mal sehen, welche Mannschaft bei Lemgo am Ende auf dem Feld stehen wird."

Taktisch muss sich die HSG auf eine Abwehrvariante einstellen, mit der sie bisher in der laufenden Saison noch nicht konfrontiert wurde. Lemgo spielt eine zwar etwas offen interpretierte, aber dennoch von der Grundordnung defensive 6-0-Deckung. "Da müssen wir unsere Spielanlage ändern. Allerdings kennen wir natürlich diese Ordnung und müssen sozusagen nur in eine etwas ältere Schublade greifen", sagt der Trainer.

Personell war es eine schwierige Woche für die Krefelder. Ein Erkältungsvirus geht derzeit durch die Mannschaft, so dass ein geordneter Trainingsbetrieb unter der Woche kaum möglich war. Nicht ein einziges Mal konnten sie in voller Besetzung - auch ohne die Langzeitausfälle Hannes Hombrink und Michel Mantsch - trainieren. Mast hofft aber, dass das Team am Samstag bis auf die beiden Genannten in Bestbesetzung auflaufen kann. Fraglich ist allerdings, ob die einzelnen Spieler in Vollbesitz ihrer Kräfte sind. Dafür aber ist das Team breit aufgestellt und der Trainer kann einzelnen Akteuren auch Pausen geben, um sie frisch zu halten.

Quelle: RP
 
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