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Lokalsport
HSG gegen Neusser HV nur Außenseiter

Dritte Liga. Handball: Für die HSG steht am Samstag ab 19.30 Uhr zu Hause eine ganz schwere Aufgabe auf dem Programm. Der Neusser HV kommt als dominantes Team daher, die Krefelder um Trainer Olaf Mast sind dagegen schwer angeschlagen. Von Sven Schalljo

Schon in den letzten Spielen musste die HSG Krefeld mit schwerwiegenden Ausfällen zurecht kommen. Trainer Olaf Mast muss seit Wochen mit einem Team agieren, in dem zumeist nur wenige einsatzbereite Akteure trainieren. Auch in dieser Woche kamen wieder neue Angeschlagene auf seiten der HSG hinzu. So verletzten sich am vergangenen Wochenende Torwart Philipp Ruch und Rückraumspieler Mike Schneider. Und auch die im vorangegangen Spiel gegen Bayer Dormagen angeschlagenen Gerrit Kuhfuss und Marcel Goerden sind natürlich noch nicht vollständig fit. Entsprechend war das Training auch in dieser Woche wieder nur sehr eingeschränkt möglich. Doch Trainer Mast will nicht jammern. "Natürlich ist es frustrierend, dass die Entwicklung der Mannschaft, das Einspielen taktischer Varianten oder die Verfeinerung von Spielzügen sich derart schwierig bis fast unmöglich gestaltet", sagt Mast. Er will aber dennoch alles tun, um seine Mannschaft auf die schwere Aufgabe gegen Neuss vorzubereiten.

Die Chancen gegen diesen Topgegner sind eher gering. Das Team aus der Quirinus-Stadt ist schon seit Jahren stets hervorragend besetzt. Jedoch gelang es bislang nie, das vorhandene personelle Potenzial auch in reale Siege auf dem Spielfeld in entsprechendem Maße und Erfolge umzuwandeln. Diese Saison gestaltet sich die Liga als Drei-Klassen-Gesellschaft. Ganz vorn in der Tabelle stehen die Spitzenteams aus Neuss und Hagen. Beide gaben bislang noch keinen Punkt ab und haben eine überragende Tordifferenz. Mit etwas Abstand dahinter liegen die Mannschaften von Rang drei bis acht, auf dem die HSG steht, noch einigermaßen beisammen. Die restlichen Mannschaften der Liga spielen eher gegen den Abstieg. Die Krefelder rutschten in den letzten Wochen durch knappe Niederlagen ab. Diese gehen nicht zuletzt auf die besagten Personalprobleme zurück. Aber auch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen spielten zusätzlich eine Rolle. So ist auch noch Tage nach dem Spiel in Longerich vom vergangenen Samstag zu spüren, dass die Aufregung über die Entscheidung in letzter Minute immer noch gärt. Ein heftiges Foul am freistehenden Thorben Buhre war nicht mit dem fälligen Siebenmeter geahndet, sondern schlicht übersehen worden.

Auch die mentale Belastung durch diese Situation setzt dem Team zu. Nicht nur deshalb sieht Mast die Rollen klar verteilt. "Neuss hat ein überragendes Team, bei dem selbst hinter der Bank noch Spieler sitzen, die bei jedem anderen Team Stammspieler wären. Wir wollen aber alles tun, um es ihnen so schwer wie möglich zu machen. Natürlich sind wir Außenseiter, aber gegen Neuss zu punkten wäre natürlich toll", gibt der Coach die Richtung für das Wochenende klar vor. Das aber wird fraglos extrem schwer.

Quelle: RP
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