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HSG : Hochachtung vor dem Neusser HV

Lokalsport: HSG : Hochachtung vor dem Neusser HV
Bei der HSG Krefeld fällt lediglich Torhüter Philipp Ruch aufgrund eines eingeklemmten Nervs für die Auswärtspartie beim Neusser HV aus. Er wird wie schon gegen Varel-Friesland von Nils Thorben Schmidt vertreten. FOTO: Christian bendig
Dritte. Handball: Der kommende Gegner galt vor der Saison als Meisterschaftsmitfavorit, belegt derzeit aber nur Platz acht. Von Heinrich Löhr

liga Ein mehr als schweres Spiel steht für die Handballer der HSG Krefeld am kommenden Wochenende an, wenn sie am Samstag um 19 Uhr beim Neusser HV antreten. Eine Aussage, die die aktuelle Tabellensituation nicht unterstreicht. Schließlich liegt Neuss mit einem negativen Punktekonto von 16:18 auf lediglich Platz acht der Tabelle. Und Krefeld reist als immerhin Tabellenzweiter punktgleich mit Tabellenführer Fredenbeck an. Dabei hatte sich Neuss vor der Saison extrem verstärkt, galt als zu mindestens Meisterschaftsmitfavorit. So kamen unter anderem vom Meister und Zweitligaaufsteiger TuS Ferndorf die beiden Ex-Krefelder Heider Thomas und Niklas Weis. "Von der Besetzung her - viele der Akteure konnten schon Meisterschaften feiern - kann Neuss jeden in der Liga schlagen", sagt HSG-Trainer Olaf Mast und spricht mit ehrlicher Hochachtung vom kommenden Gegner. "Die werden uns mit Sicherheit in die Suppe spucken wollen und wir werden schon an unsere Grenzen und vielleicht sogar ein wenig darüber hinaus gehen müssen, wenn wir dort bestehen wollen", hält Mast für seine Akteure eine klare Ansage bereit.

Da trifft es sich gut, dass der Trainer - bis auf eine Ausnahme - weiterhin auf seinen gesamten Kader zurückgreifen kann. Die Ausnahme heißt Torwart Philipp Ruch. Dessen in der Hüfte eingeklemmter Nerv, der ihn schon gegen Varel-Friesland am vergangenen Wochenende zum Zuschauen verdammte, hat sich zwar gebessert, ein Einsatz im Spiel gegen Neuss ist aber dennoch ausgeschlossen. So gehört wiederum der mit einem Zweitspielrecht ausgestattete Nils Thorben Schmidt mit zum Kader. Adlers Oberligamannschaft, zu der Schmidt eigentlich gehört, spielt glücklicherweise auch erst Sonntag. Und dass Schmidt durchaus das Zeug hat, Dritte Liga zu spielen, zeigten seine zahlreichen Paraden am vergangenen Samstag in der Partie gegen Varel-Friesland. Zusätzliche Brisanz erhält die Partie am Samstag dadurch, dass beim Gegner ein neuer Trainer sein Heimdebüt gibt. Seit Jahresbeginn vertraut man in der Quirinusstadt auf den bisherigen Co-Trainer Ceven Klatt. Nachdem er bisher nur unterklassig trainiert hat, ist es für den 32-jährigen seine erste Station als Cheftrainer im Leistungsbereich. Als ehemaliger Kreisläufer der Neusser aber ist er natürlich bestens mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut. Ihm trauen die Verantwortlichen zu, den Vereinsslogan "Handball mit Herz und Verstand" umzusetzen. Zum Auftakt gab es für Klatt am vergangenen Wochenende einen 34:29-Erfolg bei der SG Ratingen zu feiern.

Quelle: RP
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