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Lokalsport
HSG ist jetzt punktgleich mit dem Tabellenführer

Dritte Liga. Handball: Beim Soester TV spielte Krefeld 30:30. Fredenbeck hat den direkten Vergleich gewonnen und ist daher Erster. Von Heinrich Löhr

Die HSG Krefeld bleibt im Jahr 2016 ungeschlagen. Beim gegen den Abstieg kämpfenden Soester TV spielte sie gestern Abend 30:30 (14:16). Damit geht das Kopf-an-Kopf-Rennen an der Tabellenspitze mit dem VfL Fredenbeck weiter. Beide Teams weisen jetzt 34:8 Punkte aus. Die bessere Tordifferenz spricht für Krefeld, doch dank des gewonnenen direkten Vergleiches wird die Mannschaft aus dem Norden auf Platz eins geführt.

Als die 60 Spielminuten in Soest zu Ende waren, wusste HSG-Trainer Olaf Mast nicht so genau, ob er sich über den gewonnenen Punkt nun freuen oder den verlorenen ärgern sollte. Am Ende überwog dann aber doch die Freude, "denn so wie es am Ende gelaufen ist, müssen wir zufrieden sein", sagte Mast. Die HSG hatte in der Bördestadt mit einer ganzen Reihe von Widrigkeiten zu kämpfen. Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, da brach bei Torwart Philipp Ruch die alte Fersenverletzung wieder auf, so dass er durch Stefan Nippes ersetzt wurde. Und nur weitere fünf Minuten später schied Stefan Pletz mit einer Knieverletzung aus. Unglücklich war ihm einen Gegenspieler auf das Knie gefallen. "Hoffentlich fördert die MRT-Untersuchung keine schlimme Verletzung zu Tage. Und Ruchi werden wir wohl mal eine Woche Pause geben müssen, damit das endlich ausheilt", sagte Mast.

Das alles hielt die HSG aber nicht davon ab, die Partie zu dominieren. 16:14 führte sie zur Halbzeit. Und auch nach Wiederanwurf deutete zunächst alles auf einen Sieg der Gäste hin, die in Spielminute 34 mit 19:15 führten. Doch eine unerklärliche, sieben Minuten währende Auszeit ohne Krefelder Tor nutzten die Soester zu einer 21:19-Führung. In dieser Phase verloren die Krefelder mit Kreisläufer Gerrit Kuhfuss, der nach überharter Entscheidung der Schiedsrichter mit Rot des Feldes verwiesen wurde, ihren an diesem Abend bereits dritten Akteur. Der junge Robin Spickers spielte ab sofort für ihn am Kreis und bot besonders in der Defensive eine gute Leistung. Vier Minuten vor dem Ende glich David Breuer zum 28:28 per Strafwurf aus, und genauso traf dieser Spieler eine Minute vor dem Abpfiff zum 30:30 Endstand.

Hinter den Kulissen gehen bei der HSG in dieser Woche die Planungen für die kommende Spielzeit weiter. Dabei kristallisiert sich mehr und mehr heraus, dass für die angestrebte Weiterentwicklung der HSG ein Umzug in die größere, derzeit von Flüchtlingen belegte Glockenspitzhalle zwingend ist - und zwar sowohl in der Zweiten als auch der Dritten Liga.

HSG: Ruch, Nippes - Pletz 2, Breuer 6/6, Heimansfeld 5, Hombrink 2, Pannen 1, Schneider 3, Plhak 1, Gentges 2, Spickers, Kuhfuss 4, Schmitz 4, Pagalies

Quelle: RP
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