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Lokalsport
HSG ist Mitfavorit auf den Titel

Handball. Am Wochenende nimmt die Dritte Handball-Liga West ihren Spielbetrieb auf. Von Frank Langen

Während der Sommerpause gab es bei der HSG Krefeld viele Gespräche mit Sponsoren und der Stadt Krefeld, um die künftige Ausrichtung der HSG zu definieren. "Wir trafen überall auf offene Ohren und waren sehr erfreut, dass der Handballsport hier in Krefeld auch in der Dritten Liga einen so hohen Zuspruch erfährt", sagt Marketingleiter Andre Schicks. Einzig das Thema Glockenspitzhalle bereitet noch ein klein wenig Bauchschmerzen. Der HSG wurde von Seiten der Stadt allerdings in Aussicht gestellt, dass die Halle, die als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird, bald wieder zur Verfügung stehen könnte. Ein genauer Termin wurde zwar noch nicht genannt, aber die Verantwortlichen der HSG sind optimistisch, dass zur kommenden Saison ein Wechsel von der Halle Königshof zum Glockenspitz möglich ist.

Gerade die Glockenspitzhalle ist aufgrund ihrer Infrastruktur und ihrer Lage für die weitere Entwicklung der HSG ein wichtiger Bestandteil für die Zukunft. Nur mit zusätzlicher Werbung an Banden oder auf dem Spielboden, einer größeren Videoleinwand sowie einem ausgewiesenen Businessbereich kann ein Unternehmen Aufstieg in die 2. Bundesliga aufgenommen werden. Das größere Fassungsvermögen von bis zu 3000 Zuschauern gegenüber der wesentlich kleineren Halle in Königshof ist dabei noch ein schöner Nebeneffekt.

Sportlich gesehen stehen die Krefelder im vierten Jahr ihrer Handballspielgemeinschaft der Vereine Bayer Uerdingen und Adler Königshof vor einer sehr interessanten Saison in der Dritten Liga. In der Weststaffel hat sich im Vergleich zur Vorsaison aufgrund einer neuen Zuteilung einiges getan. Zwar gibt es keine Vereine mehr aus dem hohen Norden, dafür hat aber die Qualität der Mannschaften zugenommen.

Aus der 2. Bundesliga sind die Absteiger TSV Bayer Dormagen und Eintracht Hagen hinzugekommen, von der Oberliga sind die starken Aufsteiger Ahlener SG und der deutsche Amateurpokalsieger, die SG Langenfeld, zum Teilnehmerfeld hinzugestoßen. Die letzte von fünf neuen Mannschaften ist der GSV Eintracht Baunatal. Das Team aus Kassel hat es von der Ost-Staffel in den Westen verschlagen und ist in der NRW geprägten Gruppe so etwas wie der Paradiesvogel.

Als haushoher Meisterschaftskandidat wird der VfL Eintracht Hagen gehandelt, der seinen letztjährigen Bundesligakader nahezu komplett beibehielt. Hochkarätige Mitstreiter um den Titel sind neben dem letztjährigen Meister Leichlinger die Mannschaften der HSG Krefeld, des Neusser HV und des zweiten Absteigers TSV Bayer Dormagen. Hinter diesem Favoritenkreis folgt ein homogenes Mittelfeld, wobei eine klare Leistungsgrenze kaum erkennbar ist. Der TV Korschenbroich, der Longericher SC und die SG Schalksmühle-Halver sind immer wieder gut, um sich im oberen Drittel der Tabelle festzusetzen. Die Aufsteiger aus Ahlen und Langenfeld haben genug Qualität, um es mit etablierten Teams wie der SG Ratingen oder dem TuS Volmetal aufzunehmen. Unbekannte sind Baunatal, das sich wohl erst in der Weststaffel zurechtfinden muss und die Zweitvertretungen aus Lemgo, Minden und Gummersbach.

Bei der HSG Krefeld ist der Kader weitgehend zusammen geblieben. Um den Aufstiegsambitionen noch etwas Nachdruck verleihen, wurde das Team von Trainer Olaf Mast, der seit Gründung der HSG im Amt ist, punktuell verstärkt. Dean Christmann ist mit einer Doppelspiellizenz von TuSEM Essen als dritter Torwart neu, im Feld sollen Torben Buhre und der Niederländer Dario Pohlmann dem Angriff neuen Schwung geben.

Quelle: RP
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