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Lokalsport
HSG Krefeld unterliegt TBV Lemgo 22:40

Krefeld. Handball: Für den Krefelder Kreisläufer Gerrit Kuhfuss war das Testspiel gegen den Erstligisten nach fünf Minuten zu Ende. Der 27-Jährige verletzte sich nach vier Minuten am Fuß und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Von Heinrich Löhr

40:22 (19:8) und damit standesgemäß siegte Erstligist TBV Lemgo am Samstagabend beim Drittligisten HSG Krefeld. Die 350 Zuschauer, die in den Bayersportpark am Löschenhofweg gekommen waren, sahen dennoch keine einseitige Partie, bekamen ein abwechslungsreiches Spiel mit einigen technischen Kabinettstückchen zu sehen. Und das, obwohl beide Mannschaften gerade den konditionellen Teil der Saisonvorbereitung hinter sich hatten und bis dato das Einspielen der Mannschaften kaum möglich war.

Neben den noch urlaubsabwesenden Kreisläufer Marcel Görden und Rechtsaußen Thomas Plhak musste HSG-Trainer Olaf Mast auch auf Linksaußen Marc Pagalies verzichten. Der saß mit einer Entzündung der Lymphknoten am Spielfeldrand. Bis auf Torwart Stefan Nippes schickte Mast als Startsieben ausnahmslos Akteure aufs Parkett, die bereits in der vergangenen Spielzeit das schwarz-gelbe Trikot getragen hatten. Für den ersten Krefelder Treffer zeichnete Gerrit Kuhfuss verantwortlich. Der Kreisläufer traf von seiner Position zum 1:2. Doch kurze Zeit später war für den 27-Jährigen die Partie zu Ende. Unglücklich knickte er mit dem Fuß um und da sein Zeh anschwoll wurde er zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, wobei eine genaue Diagnose erst heute möglich sein wird. "Das war natürlich schade, dass der HSG ab dem Zeitpunkt gleich beide Kreisläufer fehlten", sagte Lemgos Trainer Florian Kehrmann zu dieser Situation, die auch sein Krefelder Pendant Mast als spielentscheidend bezeichnete. Der beorderte in der Folge seine Allzweckwaffe, Linksaußen Lukas Schmitz an den Kreis. Von der für ihn ungewohnten Position erzielte er zwei Treffer. Trotzdem zog der Erstligist sein Spiel durch und setzte sich - häufig dank seiner größeren Physis - Tor um Tor ab. Beide Trainer nutzten die Partie und gaben sämtlichen Akteuren ihres Kaders Einsatzzeiten. So stand in der zweiten Hälfte Philipp Ruch im Krefelder Tor und in den letzten zehn Minuten Nils-Thorben Schmidt. Und dem gelang sogar das Kunststück einen Siebenmeter zu halten. Trotzdem wurden es am Ende dann doch 40 Gegentore. Einen Wert, den die Krefelder Seite gerne unterschritten hätte.

Zum Schluss hielt Lemgos Trainer Kehrmann doch noch ein Lob für die Gastgeber bereit. "Letztes Jahr habe ich als Trainer unserer U-23 selbst noch gegen Krefeld gespielt. Wenn ich jetzt die dazu gekommenen Neuverpflichtungen sehe, glaube ich, dass diese Mannschaft ihre Rolle in der Weststaffel spielen wird", sagte der Weltmeister des Jahres 2007. Um dieser Erwartung gerecht zu werden, läutet HSG-Trainer ab heute die entscheidende Phase der Vorbereitung ein, hofft, heute Abend erstmalig seinen Kader vollzählig versammelt zu sehen.

Quelle: RP
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