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Lokalsport
HSG Krefeld - völlig von der Rolle

Dritte Liga. Handball: Der Drittligist kassierte am Samstagabend in der Sporthalle Königshof gegen den TV Leichlingen mit 25:35 die zweithöchste Heimniederlage in der Vereinsgeschichte. HSG-Trainer Olaf Mast fand nach dem Spiel deutliche Worte. Von Heinrich Löhr

Völlig indisponiert präsentierte sich die HSG Krefeld am Samstag im Heimspiel gegen den TV Leichlingen. Mit 25:35 (11:17) fuhr sie die zweithöchste Heimniederlage ihrer zweijährigen Geschichte ein. Höher, nämlich mit mit elf Toren Differenz, hatte sie in der vergangenen Spielzeit nur gegen den späteren Aufsteiger Bayer Dormagen verloren. HSG-Trainer Olaf Mast, der ja für seine deutlichen Worte bekannt ist, fand diese auch nach dieser Partie. "Ich kann mich hier und heute nur bei jedem Zuschauer für diese Leistung entschuldigen. Sieht man einmal von der Position des Rechtsaußen ab, hatten wir heute ausnahmslos Totalausfälle zu beklagen", sagte der Ex-Profi, der sichtlich konsterniert wirkte. "Ich werde noch einige Zeit brauchen, um das zu verarbeiten, andere mögen das vielleicht schneller können", fügte er an.

In der Tabelle fiel seine Mannschaft damit um gleich zwei Positionen auf Platz sechs zurück. Allerdings beträgt der Abstand zu Platz drei auch nur zwei Zähler. Nach der tags zuvor bekannt gegebenen Verpflichtung des erstligaerfahrenen David Breuer für die kommende Spielzeit herrschte im Lager der HSG eigentlich eine gute Stimmung. Doch die sollte sich nicht aufs Parkett übertragen, wo die aktuellen HSG-Akteuren reihenweise Fahrkarten warfen oder sich leichte Ballverluste im Spielaufbau leisteten. Die folgenden Tempogegenstöße nutzte der routinierte Gegner aus Leichlingen konsequent zu Toren. Stellvertretend für die leichten Ballverluste sei der Name Tim Gentges genannt. Der sonst stets so stark agierende Mittelmann wirkte überspielt. Vielleicht eine Folge seiner Teilnahme an der Deutschen Landesmeisterschaften der Polizei, bei der er in der Vorwoche mithalf, dass sich sein nordrhein-westfälischer Arbeitgeber mit dem Titel des Deutschen Meisters schmücken kann. Aber auch in der Abwehr waren die HSG-Akteure nie nah genug bei ihren Gegenspielern. Und auch Torwart Philipp Ruch bekam kaum die sprichwörtliche Hand an den Ball und wurde in den zweiten dreißig Minuten durch Nils-Thorben Schmidt ersetzt, dem es aber auch nicht viel besser erging. "Vielleicht meine schlechteste Halbzeit überhaupt", bekannte der 22-jährige freimütig nach der Partie. Einigermaßen zu ihrer Normalform fanden nur die beiden Rechtsaußen. Thomas Plhak war mit acht Toren Krefelds erfolgreichster Werfer, dreimal traf auch Hannes Hombrink, der ebenfalls auf rechts zu Hause ist.

Quelle: RP
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