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HSG Krefeld will Schwung aufrecht erhalten

Lokalsport: HSG Krefeld will Schwung aufrecht erhalten
Die kraftvollen Würfe von Michael Heimansfeld (Nr. 7), die meist zu einem Torerfolg führen, würden der HSG am Samstag im Spiel gegen Minden fehlen, wenn der Rückraumspieler seine Knieprobleme noch nicht auskuriert hat. FOTO: Samla
Dritte Liga. Handball: Nach dem deutlichen 35:23-Sieg in Baunatal will das Team von Trainer Olaf Mast am Samstag gegen den Tabellenletzten Minden nachlegen. Die Vorbereitung hierzu ist erschwert: Viele Spieler sind aktuell noch angeschlagen. Von Sven Schalljo

Es war ein großer Erfolg der HSG Krefeld im jüngsten Spiel in Baunatal. Zwar hatten beide Teams vor dem Spiel fünf Punkte in der Tabelle getrennt, aber der Gegner verfügte über eine sehr gute Mannschaft, die immerhin noch in der vorletzten Saison mit sehr ähnlichem Kader in der zweiten Bundesliga gespielt hatte. Die Verantwortlichen hatten sich zwar durchaus Siegchancen ausgerechnet, aber die Deutlichkeit des Erfolges überraschte dann doch. Besonders überzeugend am 35:23-Kantersieg war dabei insbesondere, dass die komplette Mannschaft sehr geschlossen auftrat und jeder Spieler sich auch mit Toren am Erfolg beteiligte. Genau diese Geschlossenheit und natürlich auch das Selbstvertrauen des starken Auftritts will die Mannschaft von Trainer Olaf Mast natürlich auch in das Heimspielspiel am Samstag um 19.30 Uhr gegen den TSV GWD Minden II mitnehmen.

Auf den ersten Blick ohne Frage eine leichte Aufgabe, steht der Gast doch punktlos am Tabellenende der Weststaffel. HSG-Trainer Mast findet vor der Partie dennoch warnende Worte: "Minden ist ein Team, das sehr viel schlechter steht, als sein Leistungspotential. Sie sind mit ihrer offensiven 3-2-1-Deckung sehr schwer zu spielen und die einzigen in der Liga, die so agieren. Letztes Jahr haben wir gegen Minden nur Unentschieden gespielt. Das wollen wir jetzt besser machen." Besonders kompliziert für den Trainer ist, dass er derzeit mit einigen angeschlagenen Spielern zu kämpfen hat. Thomas Plhak verletzte sich in Baunatal kurz vor Schluss und muss derzeit mit einer Zerrung pausieren. Für Samstag ist er ebenso fraglich wie Michael Heimansfeld, der an Knieproblemen laboriert. Mike Schneider ist ebenfalls nicht bei einhundert Prozent, und Abwehrchef Stephan Pletz fällt weiter aus. Entsprechend ist auch die Trainingsarbeit durch eingeschränktes Personal schwierig. Gerade den Angriff gegen die erwähnte offensive Deckung lässt sich natürlich mit nur vier gegen vier kaum sinnvoll trainieren. Das Spiel gegen das System der Gäste wird auch viel Laufspiel in Anspruch nehmen, und dafür ist eine größere Personalmenge auf der Bank mehr als hilfreich. Die ist derzeit aber schlicht aus den vorgenannten Gründen nicht vorhanden.

Doch trotz all dieser Probleme ist die Hoffnung auf einen weiteren Sieg natürlich groß. In Baunatal funktionierte die Offensive ebenso gut wie die Defensive, die langsam wieder auf das Niveau des Vorjahres zu kommen scheint, als die HSG die beste Deckung der Liga stellte. Mit nur drei Verlustpunkten und zuletzt guten und souveränen Auftritten steht die HSG insgesamt sehr gut da. Die Abstände nach oben sind gering. Von Platz sechs, den die HSG inne hat, bis zum Spitzenreiter sind es nur drei Punkte Unterschied. Und auch wenn derzeit personelle Probleme die Aufgaben erschweren, so erscheint ein optimistischer Ausblick nach oben durchaus gerechtfertigt, auch auf das Samstags-Spiel.

Quelle: RP
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