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HSG testet am Freitag gegen Nordhorn

Lokalsport: HSG testet am Freitag gegen Nordhorn
Marcel Görden hat seine Handverletzung, die ihn in der vergangenen Spielzeit zu Zwangspausen verdonnert, vollständig auskuriert. "Die Gier auf Handball ist schon groß", erzählt der HSG-Spieler. FOTO: Thomas Lammertz
Dritte Liga. Handball: Um 20 Uhr erwartet die Auswahl von Trainer Olaf Mast den Zweitligisten zum Test. Bislang ist der Coach zufrieden mit der Vorbereitung. Die Neuzugänge haben sich gut integriert, und die Vorfreude auf die Saison wächst. Von Oliver Schaulandt

Olaf Mast ist in diesen Tagen ziemlich entspannt. Braun gebrannt und gut gelaunt plaudert der Trainer des Handball-Drittligisten HSG Krefeld über die bisherige Vorbereitung auf die kommende Saison, die mit dem Heimspiel am 4. September gegen den TuS Volmetal beginnen wird. Entspannt ist er deshalb, weil er seinem Team noch ein paar freie Tage verordnet hat und es erst jetzt in die heiße Phase der Vorbereitung geht. "Ich war immer ein Freund von einer geteilten Vorbereitung", erzählt der Ex-Profi.

Schon im Juni griff seine Mannschaft wieder zum Ball, damit sich die Neuzugänge gut integrieren können. Der Anfang des Julis ist dann dem Athletiktraining vorbehalten, dann ist ine kurze Pause, und dann geht es richtig los. Rund vier, fünf Wochen bleiben noch bis zum ersten Spiel, und neben den täglichen Trainingseinheiten stehen natürlich auch Testsiele an. Heute Abend etwa geht es gegen den Oberligisten Mettmann-Sport, zu dem es Ex-HSGler André Loschinski hingezogen hat.

Zwei echte Höhepunkte aber stehen in der Vorbereitung an. Der erste ist jetzt am kommenden Freitag, 29. Juli: Um 20 Uhr geht es dann in der heimischen Halle in Königshof gegen den Zweitligisten HSG Nordhorn. "Gegen höherklassige Vereine macht es besonders Spaß", sagt Marcel Görden. Der HSG-Akteur, der in der vergangenen Spielzeit ziemlich häufig zuschauen musste weil eine Handverletzung ihn dazu zwang, hat seine Blessur komplett auskuriert und zieht im Training wieder voll mit. "Die Gier auf Handball ist schon wieder groß, vor allem vor eigenem Publikum", sagt er und fügt mit einem Bick auf seinen Coch hinzu: "Wollen wir nur hoffen, dass wir noch genügend Körner haben, wenn, wir jetzt wieder im Training sind."

Olaf Mast grinst bei diesen Worten. "Das Ergebnis ist jetzt gar nicht so wichtig. Nordhorn ist genau wie wir noch am Anfang der Vorbereitung", sagt er. "Aber es ist natürlich eine Herausforderung, gegen einen Zweitligisten zu spielen. Da bin ich mal gespannt, wie wir uns schlagen werden." Möglicherweise ist es in der kommenden Saison ja sogar ein Duell auf Augenhöhe. Denn trotz der zahlreichen Verletzungen in der vergangenen Spielzeit kämpfte die HSG lange Zeit um die Meisterschaft und die damit verbundene Option auf den Aufstieg mit. Letztlich aber zogen die Verantwortlichen unabhängig vom sportlichen Abschneiden die Reißleine, weil ihre Spielstätte nicht Zweitliga-reif ist. as ist in Krefeld nunmal die Glockenspitzhalle. Doch die wird zurzeit für Flüchtlinge benötigt, die HSG hat aber schon ganz intensiv die Hände für eine künftige Nutzung gehoben. "Wir sind da verhalten optimistisch", sagt HSG-Geschäftsführer Thomas Wirtz, wohl wissend, dass die Halle nach dem Auszug der Flüchtlinge erst einmal für den Handball wieder tauglich gemacht werden muss. "Auch das wird sicherlich seine Zeit brauchen, aber vielleicht schaffen wir es ja, dass wir zum Ende der Saison dort spielen dürfen."

In der Zweiten Liga jedenfalls ist die Halle Grundvoraussetzung, allein schon aufgrund der schon jetzt zu geringen Zuschauerkapazität der MSM-Halle. Aber erst müsste die HSG, die ja im Vorjahr Tabellendritter war, erst einmal den sportlichen Aufstieg schaffen. "Ein Platz unter den ersten Fünf ist Plicht", sagt Thomas Wirtz dazu. Und Olaf Mast ergänzt: "Aber wir sind ganz sicher kein Titelfavorit. Die Spitze ist breiter geworden", sagt er mit Blick auf die verstärkten Neusser, Dormagen, Vorjahresmeister Leichlingen und Zweitliga-Absteiger Hagen, der seinen Kader aus der Zweiten Liga fast beibehalten hat. Aber: "Verstecken müssen wir uns auch vor niemandem", sagt Olaf Mast.

Quelle: RP
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