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HSG trifft im Pokal auf Drittligist Springe

Lokalsport: HSG trifft im Pokal auf Drittligist Springe
Trainer Olaf Mast (weißes Hemd) und die HSG Krefeld treffen im DHB-Pokal zunächst auf die Handballfreunde Springe, die aus der Zweiten Liga zwangsabgestiegen sind. Bei einem Sieg treffen sie im zweiten Spiel auf den Gewinner der Partie zwischen Emsdetten und dem Bergischen HC. FOTO: Lammertz
Dhb-Pokal. Handball: Der Drittligist aus Krefeld hat für die erste Runde des DHB-Pokals eine lösbare Aufgabe erwischt. Die Handballfreunde Springe, die nach Lizenzentzug aus der Zweite Liga absteigen mussten, spielen in der Dritten Liga Ost. Von Oliver Schaulandt

Handball-Nationalspielerin Clara Woltering hat gestern die erste Runde im DHB-Pokal der Männer 2016/17 ausgelost. Die HSG Krefeld bekommt es zunächst in der Vierergruppe mit den Handballfreunde Springe zu tun, die in der vergangenen Saison für ziemliche Schlagzeilen gesorgt haben: Den Niedersachsen war die Lizenz für die Zweite Bundesliga in erster und zweiter Instanz wegen des fehlenden Nachweises der Wirtschaftlichkeit entzogen worden. Die HF Springe war in der Saison 2014/2015 in die Zweite Handball-Bundesliga aufgestiegen und beendete die abgelaufene Spielzeit in einer Klasse höher als die HSG Krefeld auf dem 15. Tabellenplatz. Durch den Zwangsabstieg treten die Handballfreunde künftig in der Dritten Liga Ost an - zumindest von der Spielklasse her ist dies nun also ein Duell auf Augenhöhe für die Krefelder, die als einer der Spitzenclubs in der Dritten Liga West gelten und über kurz oder lang den Aufstieg in die Zweite Liga an streben. Trainer Olaf Mast zeigte sich erfreut: "Ich freue mich über die Auslosung, und mit den Handballfreunden Springe haben wir eine lösbare Aufgabe auf Augenhöhe bekommen. Für meine Mannschaft wird das erneut ein tolles Erlebnis werden."

Der Austragungsort steht aktuell noch nicht fest. Emsdetten wäre der erste Anwärter für die Austragung des Vierer-Turniers. "Jedoch wurde schon aus dem Umfeld der Emsdettener vernommen, auf das Austragungsrecht verzichten zu wollen", sagte HSG-Sprecher André Schicks. Als Folgeausrichter wären somit die Handballfreunde Springe in der Vierergruppe als Nachrücker gefragt. Als Gegner wurde dem TV Emsdetten der Bergische HC aus der Handball-Bundesliga zugelost; diese beiden Teams komplettieren die Vierergruppe. Wenn die HSG gegen Springe gewinnt, würde sie im zweiten Spiel des Wochenendes auf den Sieger dieser Partie treffen; der Gewinner daraus ist Gruppensieger und zieht ins Achtelfinale ein.

Sollte auch Springe das Recht, das Turnier zu veranstalten, ablehnen, könnte auch die HSG Krefeld als Ausrichter in Betracht kommen. Die Findungsphase zur Ausrichtung des Viererturniers soll bis zum Ende des Monats abgeschlossen sein und lässt jetzt schon auf spannende Spiele hoffen.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Auslosung für die HSG Krefeld ein Glücksgriff. In der vergangenen Saison mussten die Seidenstädter den weiten Weg nach Rostock antreten, um dort die erste Runde im DHB-Pokal zu spielen. Dieser weite Anfahrtsweg und die damit verbundenen Reisekosten bleiben den Schwarz-Gelben somit in diesem Jahr erspart - und maximal eine Tour nach Springe im Umland von Hannover wäre der weiteste Weg zur ersten Pokalrunde.

"Mit den HF Springe treffen wir auf einen für uns nicht ganz unbekannten Gegner, aber dieses Mal möchten wir in der ersten Spielrunde des DHB-Pokals als Sieger vom Feld gehen. Dies wäre der optimale Auftakt in die neue Spielzeit was uns auch viel Selbstvertrauen geben kann", sagte HSG-Geschäftsführer Thomas Wirtz zum Gegner.

Quelle: RP
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