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Lokalsport
HTC Blau-Weiß Krefeld beschert dem Gladbacher HTC ein Endspiel

Bundesliga. Tennis: Der Bundesligist aus dem Stadtwald musste sich gestern beim Nachbarschaftsrivalen mit 0:6 geschlagen geben. Erneut personelle Probleme. Von H.-G. Schoofs

Höchststrafe für den HTC Blau-Weiß Krefeld!. Mit 0:6 ging das Stadtwaldteam gestern beim Gladbacher HTC unter und kassierte die fünfte Niederlage in Folge. Erneut waren es personelle Probleme der Gäste, die vor diesem Nachbarschaftsduell für schlechte Vorzeichen sorgten. Aber auch sonst war den Akteuren aus der Seidenstadt deutlich anzumerken, dass die Saison bereits gelaufen ist und die ganze Konzentration dem Finale am kommenden Sonntag auf eigener Anlage gegen Blau-Weiß Neuss gilt. Dann wollen die Krefelder den Zuschauern noch einmal einen tollen Tennistag bieten und sich vielleicht sogar mit dem ein oder anderen Freibier für die gute Unterstützung in den bisherigen Heimspielen bedanken.

Olaf Merkel musste vor dem letzten Auswärtsspiel wieder mehr zum Handy greifen als ihm lieb war. Plötzlich standen nur drei Akteure zur Verfügung, weil Antal van der Duim gesperrt war. Der Niederländer hatte wegen seiner Ellenbogenverletzung ohne Absage auf eine Turnierteilnahme verzichtet und war von der ATP verwarnt worden. Gestern war er gesperrt, wenn er trotzdem für Krefeld aufgeschlagen hätte, wäre womöglich eine saftige Geldstrafe fällig gewesen. Das Risiko wollten Merkel und er nicht eingehen. Daher blieb dem Teamchef nichts anderes übrig, Oriol Roca-Batalla zu überreden, trotz dessen Probleme mit dem Handgelenk zu erscheinen. "Ich finde es toll, dass er gekommen ist. Das muss ich ihm anrechnen", sagte Merkel. Doch die Verletzung machte Roca-Batalla im Duell gegen den Kasachen Nedovyesov zu schaffen. Nach verlorenem ersten Satz ließ er sich minutenlang vom Physiotherapeuten behandeln. Danach ging es zwar besser, eine Siegchance besaß er aber nicht. Auch Pablo Galdon stand an Position vier auf verlorenen Posten. Denn der erst 17-jährige Daniel Altmaier aus St. Hubert, der die deutsche Jugendrangliste anführt und in dieser Saison für die Gladbacher schon wichtige Punkte sammelte, bot eine starke Vorstellung. Für ihn stand das Match unter einem besonderen Stern. Denn er spielte in der Jugend für Blau-Weiß und wurde zwei Jahre von Merkel trainiert. Die Hoffnung der Krefelder, wenigstens Inigo Cervantes und Federico Gaio würden die Kohlen aus dem Feuer holen, erfüllte sich nicht. Gaio machte dem Geburtstagskind Daniel Gimeno-Traver (31), zwar das Leben schwer, kassierte aber pro Satz das vorentscheidende Break. Cervantes fehlte im Tiebreak des ersten Satzes das notwendige Glück. Damit war seine Gegenwehr gebrochen. In den Doppeln gewann das Duo Cervantes/Roca-Batalla zwar den zweiten Satz, doch im Match-Tiebreak blieb den Blau-Weißen das Pech treu.

Bei den Gladbachern war der Jubel am Ende groß. Denn sie empfangen am Sonntag Kurhaus Aachen zum Endspiel um den Titel. Den Gästen reicht dabei ein Remis.

Quelle: RP
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