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Johanna te Neues rudert bei Universiade

Lokalsport: Johanna te Neues rudert bei Universiade
FOTO: FriWi Bücket
Rudern. Die Ruderin des Crefelder Ruder-Clubs ist derzeit in Südkorea. Die Universiade, die gestern in Gwangju mit einer großen Feier eröffnet wurde, gilt als zweitgrößte Sportveranstaltung weltweit. 13 000 Studierende aus 160 Nationen sind dabei. Von Sabine Tschäge und Oliver Schaulandt

Johanna te Neues hat gestern ein unvergessliches Erlebnis in ihrer Karriere als Ruderin gehabt. Die Sportlerin aus den Reihen des Crefelder Ruder-Clubs ist derzeit in Gwangju, und dort, im rund 8500 Kilometer entfernten Südkorea, war gestern die Eröffnungsfeier der Universiade. Die Veranstaltung ist vergleichbar mit den Olympischen Spielen - allerdings sind dort lediglich Studierende aller Fachbereiche und Nationen aus der ganzen Welt am Start. Neben den olympischen Spielen ist es die nächst größere Sportveranstaltung weltweit.

Präsidentin Park Geun Hye erklärte die Welt-Studentensportspiele am Freitag im Stadion der Fußball-WM von 2002 für eröffnet. Bis zum 14. Juli kämpfen nach Angaben des Organisationskomitees etwa 8500 Athleten und Athletinnen aus 146 Ländern um Medaillen in 21 Sportarten. 272 Goldmedaillen werden vergeben. Es ist nach Daegu (2003) und den Winterspielen in Muju (1997) die dritte Universiade in Südkorea. Das ostasiatische Land will dabei auch weitere Erfahrungen für die Olympischen Winterspiele 2018 im einheimischen Pyeongchang sammeln. Bekanntester deutscher Starter ist wohl Turnstar Fabian Hambüchen, das deutsche Team geht mit rund 120 Aktiven an den Start. Hambüchen wurde am Vorabend der Eröffnung eine besondere Ehre zuteil: Der Internationale Hochschulsportverband FISU kürte den 27 Jahre alten Reckweltmeister von 2007 zum Welthochschulsportler des Jahres.

Für Lehramtsstudentin Johanna te Neues, die an der Universität Essen-Duisburg studiert und für den Crefelder Ruder-Club rudert, geht damit in diesem Jahr ein Traum in Erfüllung. Denkbar knapp war das Quartett mit Johanna te Neues, Lea-Kathleen Kühne/Mainz, Ulrike Törpsch/Berlin und Anna-Maria Götz/Mainz in diesem Jahr an der Teilnahme zur Weltmeisterschaft in Frankreich gescheitert. Mit ihrer guten Leistung erruderten sie sich aber bei der Regatta in Ratzeburg die Qualifikation zur Teilnahme bei der Universiade. Danach kam die des Allgemeinen Deutschen Hochschulverband (ADH) zu den Studentenspielen - zum zweiten Mal übrigens nach 2014. Im französischen Gravelines hatte die Krefelderin als Vierte seinerzeit nur knapp eine Medaille verpasst. "Wir sind als Team zusammen gewachsen und haben richtig Lust, in Südkorea einen tollen Wettkampf zu fahren und natürlich auch das Flair dieser Veranstaltung zu genießen", berichtete te Neues kurz vor dem Abflug nach Asien. Mit einiger Verspätung, durch den Flieger, landete das Ruderteam endlich in Seoul. Von dort aus ging es dann per Bus weiter nach Gwangju. Dabei müssen sie sieben Stunden Zeitunterschied verkraften, nur bis Sonntag haben sie Zeit, sich zu akklimatisieren, bevor es für den Vierer dann das erste Mal an den Startblock geht.

"Natürlich wollen wir gerne in das Finale der besten sechs Vierer fahren, aber die Überseenationen schicken auch sehr starke Uniteams an den Start. Nach den Vorläufen wissen wir mehr, dann können wir uns orientieren und hoffentlich unseren Traum realisieren, nämlich um eine Medaille mitfahren", sagt te Neues zu den sportlichen Zielen, die sie mit ihrer Crew verfolgt.

Bis dahin können sie noch die aufwendige Eröffnungsfeier genießen und mit ihrer Teamkollegin Götz anstoßen, natürlich mit Wasser, die an ihrem Geburtstag ein sicherlich unbeschreibliches Erlebnis mit nach Hause nehmen darf.

Quelle: RP
 
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