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Lokalsport
Kampfgeist der HSG Krefeld hält gegen Hagen nicht Stand

Dritte Liga. Handball: Der ersatzgeschwächte, kleine Kader der Mannschaft von Trainer Olaf Mast unterlag gestern beim Tabellenführer mit 29:40 Von Frank Langen

HSG-Trainer Olaf Mast war gestern Abend schon vor dem Spiel beim Tabellenführer Eintracht Hagen nicht zu beneiden. Vor der Abfahrt bekam der Krefelder Übungsleiter die nächste Hiobsbotschaft übermittelt, denn mit Michael Heimansfeld fiel der nächste Akteur aus seinem Kader aus. Der 26 Jahre alte Rückraumspieler erlitt einen Knorpelschaden und droht und auch langfristig auszufallen. So wunderte es auch nicht, dass die HSG trotz kämpferischer Einstellung ziemlich deutlich mit 29:40 (16:19) unterlag.

Immerhin wurde die Reise in die Enervie-Arena mit nur neun Feldspielern angetreten, wo sich die HSG-Spieler in den ersten 20 Spielminuten noch sehr gut verkauften. Die erste Chance hatte Thomas Plhak nach 51 Sekunden vom Punkt aus, doch wie so oft in dieser Saison verwarf der ansonsten sichere Siebenmeter-Schütze, dem anscheinend das Pech an den Händen klebt. Bis zum 5:5 blieb die Partie in der Anfangsphase sehr ausgeglichen, doch dann überraschten die Gäste vom Niederrhein die Hausherren. Da Mast aufgrund des kleinen Kaders seine Spieler auf allen Positionen unterschiedlich einsetzte, gelang es, einen kleinen Vorsprung zu erspielen. Bis zum 9:5 durch Tim Gentges sah es sogar so aus, als könnten die Krefelder für eine kleine Überraschung sorgen. Doch dann schlichen sich Fehler im Krefelder Angriff ein, die Hagen erbarmungslos zu schnellen Tempogegenstößen nutzte und auch mit Toren erfolgreich abschloß.

Nach 22 Minuten hatte Hagen zum 12:12 ausgeglichen. Besonders bitter war kurz davor gewesen, dass Dario Pohlman einen Siebenmeter verwarf und auch den Abpraller nicht zu seinen Gunsten nutzte. Die Hagener, die aufgrund ihrer zahlreichen Einwechselungen nunmehr Gas gaben, übernahmen nun das Kommando und ging mit 19:16 in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel wehrte sich die HSG zwar weiterhin, aber der Kräfteverschleiß bei der HSG machte sich, je länger das Spiel dauerte, bemerkbar. "Uns haben heute drei gelernte Rückraumspieler gefehlt. Da ist gegen so eine Mannschaft wie gegen Hagen einfach nicht mehr drin. Die sind doppelt und dreifach gut besetzt", sagte Mast nach dem Spiel. Besonders bitter war aus seiner Sicht, dass von drei Siebenmeterwürfen nur einmal der Ball im Tor landete. Das nächste Spiel der HSG Krefeld ist am 19. November um 19.30 Uhr zu Hause gegen den TSV Bayer Dormagen.

HSG: Ruch, Nippes - Hombrink (1), Goerden (10/1), Schneider (7), Plhak, Gentges (2), Kuhfuss, Pagalies (2), Buhre (1), Polman (6)

Quelle: RP
 
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