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Lokalsport
Kapitän Herberts Vasiljevs bleibt an Bord

Del. Eishockey: Bei den Pinguinen wurde die Strategie für die neue Eiszeit festgelegt. Nur wenn zusätzliche Einnahmen generiert werden, kann der bisherige Etat gehalten werden. Ein 26-jähriger Finne komplettiert das Trainerteam. Von H.-G. Schoofs

Auch wenn Herberts Vasiljevs am 27. Mai 40 Jahre alt wird, spielt er bei den Planungen von Franz Fritzmeier weiter eine wichtige Rolle. Daher ließen der Trainer und Rüdiger Noack seit dem Saisonende nichts unversucht, den Aufsichtsrat von dieser wichtigen Rolle des erfahrenen Stürmers zu überzeugen. Und das mit Erfolg. Denn der Kapitän wird für ein weiteres Jahr an Bord bleiben. Das war gestern beim Auftakt des Sommertrainings aus Mannschaftskreisen zu erfahren. Ferner soll in Kürze ein 26-jähriger Finne vorgestellt werden, der in seinem Heimatland Eishockey studiert hat und das Trainerteam komplettieren wird.

Wie eigentlich nach jeder Saison in der jetzt 21-jährigen DEL-Geschichte der Pinguine, ist die finanzielle Lage der KEV Pinguine Eishockey GmbH nicht rosig. Wie hoch der Verlust beim Kassensturz am Ende des Geschäftsjahres (30. April) ist, wollte Wolfgang Schulz gestern nicht verraten. "Das ist eine Zahl, die ich nicht mag und die uns in Schwierigkeiten bringt", sagte der Aufsichtsratschef. Anlass zur Panik sieht Schulz aber nicht: "Wir werden die Lizenz für die neue Saison erhalten." Derzeit sei aber nicht sicher, ob der bisherige Etat wieder bei rund 4,5 Millionen Euro liegen werde: "Wir haben ja erst April. Wir versuchen, über Mehreinnahmen auf das Niveau der Vorsaison zu kommen." Der Etat war am Dienstag ein Hauptthema der Gesprächsrunde mit Aufsichtsrat, Geschäftsführung und sportlicher Leitung.

Zweites Hauptthema war die Zusammenarbeit mit dem KEV 81'. "Die Verzahnung wird noch enger sein. Wir werden verstärkt auf die Ausbildung der Jugend setzen. Acht Spieler, die aus der Jugend des KEV stammen, gehören jetzt schon zu unserem DEL-Kader." Franz Fritzmeier und Elmar Schmitz sollen so eng wie möglich zusammenarbeiten. Der neue Co-Trainer wird sich von der Laufschule des KEV bis zum DEL-Team um die läuferische und stocktechnische Verbesserung der Spieler kümmern.

Personelle Entscheidungen sind am Dienstag laut Schulz nicht gefallen: "Wir werden jetzt damit beginnen, die für uns bestmögliche Lösung zu finden. Unser Trainer hat eine Riesenliste mit Namen. Er muss jetzt herausfinden, ob die Kandidaten überhaupt nach Europa kommen wollen oder zu unserem Etat passen. Wir suchen wie die Nadel im Heuhaufen nach Spielern wie Clark oder Voakes." Maximal zwei Verteidiger und zwei Stürmer sollen bis Anfang August zum Team stoßen. Nach wie vor ein Kandidat ist für Schulz auch Christian Ehrhoff: "Wenn er sich entscheiden sollte, nach Deutschland zurück zu kehren, werden wir alles unternehmen, damit er für uns spielt." NHL-Insider in Nordamerika glauben, dass Ehrhoff bei den Chicago Blackhawks bleiben wird, weil der Club den deutschen Verteidiger schon im Vorgriff für die neue Eiszeit verpflichtet haben soll, da der 37-jährige Tscheche Michal Rozsival die Abwehr der Blackhawks verlassen werde. Allerdings bekam Ehrhoff in Chicago kaum Gelegenheit zu beweisen, dass er in Rozsivals Fußstapfen treten kann. Es bleibt also spannend, wie es um die Zukunft des Krefelder Eigengewächses bestellt ist. Das gilt übrigens auch für Andreas Driendl. Der Center möchte seinen Vertrag gerne auflösen, um näher bei seiner Familie in Bayern sein zu können. Der EHC Ingolstadt hat nach wie vor Interesse an Driendl. "Wir wollen dem Spieler keine Steine in den Weg legen. Die Familie muss vorgehen. Aber dann müssen wir mit Ingolstadt eine Einigung erzielen", sagte Schulz.

Beim gestrigen Auftakt des Sommertrainings in der Leichtathletikhalle der Düsseldorfer Esprit-Arena war auch Neuzugang Mike Little dabei, obwohl dem Verteidiger noch die Play-off-Spiele mit Kassel in den Beinen stecken. "Er wollte unbedingt dabei sein und schon mal einige seiner neuen Teamkollegen kennenlernen. Jetzt fliegt er aber nach Amerika und macht erst mal Urlaub", sagte Fritzmeier, der insgesamt 15 Spieler begrüßte.

Quelle: RP
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