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Krefeld Pinguine
Iserlohn will Vasiljevs an den Seilersee locken
Krefeld Pinguine: Iserlohn will Vasiljevs an den Seilersee locken
Morgen geht es für Herberts Vasiljevs (Mitte) in Iserlohn darum, vor dem Tor der Roosters für Gefahr zu sorgen. Ab der kommenden Saison könnte es genau umgekehrt sein. FOTO: Raiko Gayk
Del. Der Kapitän der Krefeld Pinguine steht beim morgigen Gegner ganz oben auf der Wunschliste. Steve Hanusch wieder fit. Von H.-G. Schoofs

Mit den beiden Spielen morgen in Iserlohn und am Sonntag im König-Palast gegen den rheinischen Erzrivalen Düsseldorfer EG biegen die Pinguine auf die Zielgerade der DEL-Hauptrunde ein. Bei ihrem Endspurt wollen sie sich bereits in diesen stets brisanten und emotionsgeladenen Duellen vorzeitig einen Top-Sechs-Platz sichern. Alleine vom Papier her müsste das klappen. Schließlich geht es gegen die beiden Kellerkinder der Liga.

Wäre da nicht die Tatsache, dass sich die Krefelder fast schon traditionell gegen die vermeintlich schwächeren Teams der Liga schwer tun. "Es gibt keine schwächeren Mannschaften mehr", sagte Herberts Vasiljevs gestern nach dem Training. Der Kapitän, dessen Vertrag bei den Pinguinen zum Saisonende ausläuft und dem ein neues Angebot von den Schwarz-Gelben vorliegt, wird beim morgigen Gegner Iserlohn als Neuzugang gehandelt und soll mit reichlich Euros als Ersatz für Robert Hock (Karriereende) an den Seilersee gelockt werden.

Das interessiert ihn momentan nicht. Er konzentriert sich nur auf die Pinguine und ist davon überzeugt, dass sich die Mannschaft die große Chance, schon vor den letzten beiden Punktspielen in Hamburg und gegen Hannover ins Play-off-Viertelfinale einzuziehen, nicht nehmen lassen wird: "Wir haben unser Saisonziel, ein Platz unter den besten zehn Teams, bereits erreicht. Was jetzt kommt ist ein Bonus. Platz sechs wäre super, weil wir dann vor den Play-offs eine Pause haben und unsere Verletzungen auskurieren können."

Einen Wunschgegner gibt es für Vasiljevs nicht: "Ein Gegner in der Nähe wäre gut, aber das klappt wohl nicht mehr." Während das Heimrecht im Viertelfinale aus wirtschaftlichen Gründen sehr wertvoll ist, sieht der Kapitän sportlich nicht unbedingt einen Vorteil darin: "Man braucht doch nur auf unsere Auswärtsbilanz zu schauen." Die gilt es morgen in Iserlohn zu bestätigen, wo sich die Pinguine oft sehr wohl fühlen. 14 der insgesamt 24 Begegnungen am Seilersee wurden gewonnen. Auch morgen wird mit einem Sieg gerechnet, da die Roosters am vergangenen Wochenende aus allen Play-off-Träumen gerissen wurden.

"Ich bin gespannt, wie die Iserlohner darauf reagieren", sagte Daniel Pietta gestern. Kampflos werden sich die Roosters sicher nicht ergeben, das können sie ihren tollen Fans nicht antun, die sich fragen, warum für ihr Team im 13. Jahr der DEL-Zugehörigkeit zum elften Mal nach der Hauptrunde die Saison zu Ende geht. Die Probleme liegen hauptsächlich in der Abwehr, die nach der DEG die meisten Gegentreffer kassierte.

Einen Pflichtsieg erhoffen sich die KEV-Fans am Sonntag im Derby gegen Düsseldorf. "Vor der Saison habe ich gesagt, dass wir alle Spiele gegen Düsseldorf gewinnen müssen. Unterschätzen dürfen wir die Mannschaft nicht. Wenn wir uns konzentrieren und unsere Leistung abrufen, müssten wir gewinnen", sagt Pietta. Dass es für lange Zeit das letzte Duell gegen den Nachbarn sein könnte, will in Krefeld trotz der Rivalität keiner so richtig wahrhaben. Schließlich würden dann in der kommenden Saison vier Leckerbissen im Spielplan fehlen.

Auch wenn einige Pinguine nach wie vor angeschlagen sind, waren gestern bis auf Dusan Milo, Kevin Orendorz und Patrick Klöpper alle Spieler beim Training. Steve Hanusch steht nach seiner Gehirnerschütterung morgen in Iserlohn vor seinem Comeback.

Quelle: RP/rl
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