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Analyse
KFC: Fast so gut wie beim letzten Aufstieg

Fußball-Oberliga. Die aktuelle Saison des KFC weckt Erinnerungen an die Spielzeit 2012/13. Damals wie heute ist der KFC Tabellenführer der Oberliga und nach zwölf Spieltagen noch unbesiegt. Am Ende jener Saison stand der Regionalliga-Aufstieg. So soll es auch diesmal sein. Von Oliver Schaulandt

Ein Dutzend Spiele sind in der laufenden Saison in der Fußball-Oberliga vergangen, und noch ist der KFC ohne Niederlage. Damit steht er vor dem morgigen Spiel um 15 Uhr beim 1. FC Bocholt an der Tabellenspitze, und selbst im Falle einer Niederlage würden die Uerdinger den Platz an der Sonne verteidigen. Angesichts der bisherigen Erfolgsserie kommen Erinnerungen hoch an ziemlich genau die gleiche Situation vor vier Jahren. Seinerzeit stand der KFC ebenfalls auf dem ersten Platz in der Oberliga, und damals wie heute lautete die Zielvorgabe: "Aufstieg" - heute vielleicht sogar noch dringender denn je, denn schließlich soll die Erste Mannschaft ja bei geglücktem Aufstieg als GmbH ausgegliedert werden. Trainer damals war der Niederländer Eric van der Luer, der am Ende der Spielzeit den KFC mit gewaltigem Vorsprung in die Regionalliga führte. Das soll diesmal mit André Pawlak ebenfalls gelingen, wenngleich es danach aussieht, als würde der Marsch nach oben nicht ganz so deutlich werden wie vor vier Jahren - auch, weil es diesmal Mitkonkurrenten gibt, die ebenfalls mit aller Macht in die Regionalliga wollen. Daher gilt: Wie hoch der Vorsprung ist, ist eigentlich ziemlich wurscht - Hauptsache, am Ende ist noch einer da.

Und dass es diesmal enger zugeht, zeigt der Blick auf die Tabelle. Waren es vor vier Jahren deutliche elf Zähler Vorsprung auf den damaligen Zweiten TuRU Düsseldorf, so liegt der KFC diesmal "nur" fünf Punkte vor den punktgleichen Verfolgern Velbert, Schonnebeck - und dem Lokalrivalen VfR Fischeln, der vor vier Jahren zum gleichen Zeitpunkt das Tabellenende zierte. Außerdem standen damals nach zwölf Spielen elf Siege und ein Unentschieden in der blau-roten Bilanz, diesmal sind es neun Siege und drei Unentschieden. Gleich ist mit drei Toren die Tordifferenz; vor vier Jahren hatten die Uerdinger Angreifer allerdings dreimal mehr ins Schwarze getroffen, aber umgekehrt auch drei Treffer mehr kassiert. André Pawlak weiß freilich, dass er sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gemütlich im Strandkorb, der neuerdings an der Linie steht, zurücklegen kann - auch wenn unter der Woche das Training leicht reduziert war, weil einige Spieler auf dem berühmten Zahnfleisch gehen. "Unser Wunsch ist, dass wir bis zum Ende der Hinrunde mindestens 40 Punkte holen - Pflicht ist das allerdings nicht, denn die nächsten Spiele sind allesamt gegen ganz unangenehme Gegner. Wenn wir das dann in der Rückrunde auch schaffen, dann hätten wir 80 Punkte Das müsste eigentlich zum Aufstieg reichen", hat der Trainer ausgerechnet. Auf 45 könnten es die Uerdinger noch bringen, wenn sie alle Spiele gewinnen - die Konkurrenz kommt im Idealfall auf 40.

Einer war gestern übrigens felsenfest überzeugt, dass es morgen etwas gibt mit den drei Punkten: Edel-Fan Kalle Krahn. Der "Schreihals der Grotenburg" wird morgen nämlich 69 Jahre alt. "Da können wir doch gar nicht verlieren."

Quelle: RP
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