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Lokalsport
KFC: Großkopf will die Spieler Gras fressen sehen

Oberliga. Fußball: Die Uerdinger treffen morgen im Heimspiel auf Turu Düsseldorf. Die Personalprobleme reißen nicht ab. Von H.-G. Schoofs

Den Frust von der 0:3-Niederlage in Ratingen konnten sich die Spieler des KFC Uerdingen in dieser Woche so richtig von der Seele schießen. 20:1 gewannen die Blau-Roten am Mittwochabend das Freundschaftsspiel beim B-Ligisten SuS Schaag, der in diesem Jahr 100 Jahre alt ist. Dabei empfahl sich Probespieler Stefan Winkler vom SC Poppenbüttel mit drei Treffern. Auch Pascal Schmidt gelang ein Hattrick. Der vereinslose Omar Jasseh traf zweimal ins Schwarze. Nun soll sich die Frustbewältigung beim Schießbunden-Training im Grenzland morgen im Heimspiel (15 Uhr) gegen Turu Düsseldorf auszahlen.

Jörg Großkopf wollte in dieser Woche die Pleite vom vergangenen Sonntag nicht einfach abhaken. Bei einer langen Team-Besprechung wurden Dinge aufgearbeitet, die nicht funktionierten. "Ich habe jeden Spieler auch gefragt, was er denkt, wie er sich verkauft hat und warum wir unser Ziel nicht erreicht haben", sagte der Trainer gestern. Und seine Stimme habe er in den jüngsten Trainingseinheiten auch angehoben, wenn ihm etwas nicht gepasst habe: "Übertreiben darf man das aber nicht. Schließlich sollen die Spieler ihr Selbstvertrauen nicht verlieren."

So eine Vorstellung wie in Ratingen hat in der Regel neben der Aufarbeitung auch personelle Konsequenzen. Doch Jörg Großkopfs Alternativen bewegen sich allerdings gegen Null. Eine Reihe von wichtigen Stammkräften ist verletzt, angeschlagen oder wie Mo Idrissou krank geschrieben. Jüngstes Opfer ist Jerome Manca, der sich am Donnerstag im Training am Knie verletzte. Kapitän Timo Achenbach droht wegen eines Muskelfaserrisses sogar bis zum Saisonende auszufallen.

Ähnlich wie die Uerdinger musste auch Turu Düsseldorf das Ziel, so lange wie möglich um den Aufstieg mit zu spielen, frühzeitig begraben. Zuletzt gab es aus acht Begegnungen nur einen Sieg. So ist die morgige Begegnung nur noch aufgrund des Tabellenbildes (Zweiter gegen Vierter) ein Spitzenspiel. "Ich habe gehört, dass sich Turu zuletzt etwas hängen gelassen hat. Das zählt für mich aber nicht. Alle Mannschaften sind besonders motiviert, wenn es gegen den KFC geht", sagt Großkopf.

Die Vorbereitung auf die neue Saison hat für den Trainer schon lange begonnen. "Ich spreche alle paar Tage mit den Verantwortlichen. Es muss einen personellen Umbruch geben, wenn wir aufsteigen wollen. Unser Ziel muss es sein, bis zum letzten Spieltag um Platz eins mitspielen zu können", erklärte der Coach gestern. Er sei schon ziemlich weit, auf welche Spieler er weiter bauen werde und auf welche nicht: "Namen nenne ich natürlich nicht." Ein Freund von ehemaligen Profis, die in die Jahre gekommen sind, ist Großkopf nicht unbedingt: "Man kann mehr mit einem Kollektiv erreichen, in dem alle Spieler bereit sind, Gras zu fressen."

Quelle: RP
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