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KFC macht Werbung für "Kracher" gegen RWE

Lokalsport: KFC macht Werbung für "Kracher" gegen RWE
Den Blick auf das runde Leder und dann mit dem linken Fuß ab in die untere linke Ecke des Wattenscheider Gehäuses. So verwandelte Oguzhan Kefkir den an Dennis Chessa verursachten Foulelfmeter zur Uerdingen 1:0-Führung. FOTO: L. Strücken
Regionalliga. Fußball: Ihr Heimspiel gegen Wattenscheid gewannen die Uerdinger verdient mit 2:1. Spielerisch muss das Team noch zulegen. Von Heinrich Löhr

Der KFC Uerdingen hat auch sein zweites Heimspiel in der Regionalliga West gewonnen. 2:1 (1:0) hieß es am Ende gegen die SG Wattenscheid 09. Dabei vermochten die Krefelder wiederum keinen spielerischen Glanz zu versprühen. Am Ende hatte Wattenscheid noch die eine oder andere Halbchance zum Ausgleich, so dass die Uerdinger - wie schon bei ihren beiden bisherigen 2:1-Erfolgen - froh über den Schlusspfiff waren. Festzuhalten bleibt, dass die Uerdinger ihre drei Ein-Tore-Siege ausnahmslos gegen Teams erzielt haben, die drei der vier letzten Tabellenplätze belegen.

Den fehlenden spielerischen Glanz konstatierte auch KFC-Trainer Michael Wiesinger, rückte seinen Focus aber auf das morgige Schlagerspiel in der Grotenburg (18.30 Uhr) gegen Rot-Weiss Essen. "Mit dem heutigen Sieg haben wir beste Voraussetzungen für ein tolles Spiel geschaffen. Auf den Kracher gegen RW Essen freue ich mich schon jetzt", sagte er unmittelbar nach der Partie.

Der oberste Uerdinger Übungsleiter hatte erstmalig seine Startelf verändert, und zwar sowohl in personeller Hinsicht als auch taktischer Ausrichtung. Für den bisher glücklos agierenden Marcel Reichwein lief Lucas Musculus als Sturmspitze auf. Der vom Bonner SC gewechselte dankte es mit seinem zweiten Saisontreffer. In der Abwehr agierte Wiesinger mit einer Dreierkette, die häufig zu einer Fünferkette mutierte. Was aber keineswegs den Schluss auf eine defensive Ausrichtung zuließ. Denn aus dieser Kette lief immer wieder der eine oder andere Uerdinger Spieler sehr früh auf die Wattenscheider Angreifer zu, wurde der Gegner häufig, schon in dessen Strafraum oder unmittelbar davor attackiert. Dabei tat sich besonders die linke Uerdinger Angriffsseite mit Dennis Chessa und Oguzhan Kefkir hervor. Diese Spieler waren es auch, die für das 1:0 in Spielminute 15 verantwortlich zeichneten. Kefkir verwandelte einen an Chessa verschuldeten Foulelfmeter, mit deren Entstehung die Wattenscheider Verantwortlichen sehr haderten. Gerade wollte Wattenscheids Jeffrey Obst den Ball aus dem Strafraum schlagen, als er den von hinten heranstürmenden Chessa übersah und diesen am Fuß traf. "Sicherlich keine böse Absicht und unglücklich, aber eben ein Foul und dann muss ich pfeifen", sagte Schiedsrichter Marco Goldmann beim Pausengang in die Kabine in Richtung des immer noch erzürnten Wattenscheider Trainerstabes.

Bestnoten im Uerdinger Team verdiente sich einmal mehr auch der dienstälteste Uerdinger Spieler Patrik Ellguth. Seine zahlreichen Balleroberungen im Mittelfeld honorierte die Tribüne mit Szenenapplaus.

Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Musculus mit einem schönen Kopfball auf 2:0 (51.). Geflankt hatte Kefkir. Im Gefühl des nun sicheren Sieges ließen die Uerdinger vor den 2.360 Zuschauern etwas nach und kassierten prompt den Anschlusstreffer zum 2:1 (55.). Jonas Erwig-Drümpel zog aus 25 Metern einfach mal ab und der Schuss Marke Tor des Monats landete oben im Winkel, nachdem er zuvor noch kurz die Lattenunterkante gestreift hatte. Bei dieser im Grunde genommenen einzigen Chance für den Gegner gab es für René Vollath im Uerdinger Tor wirklich nichts zu halten.

Nach einer guten Stunde brachte Wiesinger dann Reichwein für Musculus. Doch dem Stürmer blieb das Torglück auch weiter verwehrt. Und als dieser in der Schlussphase freistehend über den Kasten zielte, gab es von der Tribüne Unmutsbekundungen. Die veranlassten Torwart Vollath nach Spielende zu einem Besuch in der Kurve, bei dem er für seinen Mannschaftskollegen warb.

Quelle: RP
 
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